
Symbolbild: Pfalz-Express
Landkreis Germersheim – Das Prinzip der „Verstärkerbusse“ im Schulbus-Verkehr hat sich laut Kreisverwaltung in den vergangenen Wochen so bewährt, dass nun weitere Linien mit einem zweiten Bus ausgestattet werden.
Verstärkerbusse folgen den regulären Buslinien und bieten damit fast doppelt so viele Sitzplätze. Damit soll das Gedränge in den Schulbussen verringert werden. Das trage nicht nur zur Sicherheit der Mitfahrenden bei, es mindere auch das Ansteckungsrisiko, so die Kreisverwaltung. Das Land Rheinland-Pfalz hatte die Kontingente für Schulbusse zum Beginn des Schuljahres landesweit aufgestockt. Der Landkreis Germersheim war einer der ersten, der davon Gebrauch gemacht hatte.
„Mit den vier Fahrten, die ab Montag, 16. November, zum Einsatz kommen, werden wir dort für weitere Entlastung sorgen, wo in der Vergangenheit immer wieder Engpässe festgestellt und beobachtet wurden. Ich appelliere jedoch an Eltern sowie alle Schülerinnern und Schüler, die auf diesen Strecken unterwegs sind, diese Verstärkerfahrten tatsächlich auch zu nutzen und auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung auf die beiden Fahrzeuge zu achten“, so Christoph Buttweiler, Schuldezernent für den Landkreis Germersheim.
Die Verstärkerbusse wie folgt eingesetzt:
- 547-119: Bad Bergzabern – Vollmersweiler – Schaidt – Freckenfeld – Minfeld – Kandel – Wörth (Abfahrt 6:52 Uhr, 1. Std. Hinfahrt)
- 590-211: Westheim – Lingenfeld –Germersheim (Abfahrt 7:17 Uhr, 1. Std. Hinfahrt)
- 599-105: Freisbach – Weingarten – Schwegenheim – Lingenfeld –Germersheim (Abfahrt 6:49 Uhr, 1. Std. Hinfahrt)
- 599-206: Germersheim – Lingenfeld (Abfahrt 12:56 Uhr, 6. Std. Heimfahrt)
Das Angebot wurde von der Landesregierung bis Ende des Jahres zugesichert. „Nicht lange genug“, wie Landrat Dr. Fritz Brechtel findet: „Wir stehen bei diesem Thema seit Wochen im Austausch mit der Landesregierung und hoffen, dass unserer Forderung, die Verstärkerbusse auch im kommenden Jahr, 2021, weiterlaufen zu lassen, nun entsprochen wird. Gerade angesichts der momentanen Situation wäre ein Rückschritt an dieser Stelle nicht nur schwer zu vermitteln, sondern unverantwortlich. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass das Land in dieser Beziehung schon in Kürze eine Entscheidung in unserem Sinne treffen wird.“

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