Freitag, 29. Mai 2020

Wegen Coronavirus: Stadt Kandel schließt städtische Veranstaltungsorte – Energiemesse, Kandel mobil und verkaufsoffener Sonntag finden nicht statt

11. März 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim

Energiemesse vor und in der Stadthalle.
Foto (Archiv): Pfalz-Express

Kandel – Die am 21. und 22. März 2020 geplanten Veranstaltungen verkaufsoffener Sonntag, Kandel Mobil und die Energiemesse finden vorerst nicht statt, werden aber eventuell nachgeholt.

Die Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Kandel schließen sich ebenfalls den Empfehlungen der Kreisverwaltung zu den Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich des sich weiter ausbreitenden Coronavirus´an.

Nach einer Lagebesprechung von Stadtbürgermeister Michael Niedermeier (CDU) mit dem Verein für Handel und Gewerbe Kandel (VHG), den Veranstaltern der Automobilmesse „Kandel Mobil“ und der „Energiemesse“ kamen alle zu der Auffassung, dass aufgrund der momentanen Lage hinsichtlich der Infektionsgefahren im Zusammenhang des Coronavirus‘ der verkaufsoffene Sonntag, „Kandel Mobil“ und die „Energiemesse“ nicht stattfinden sollten.

Der Verkaufsoffenen Sonntag und die Automobilschau sollen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 nachgeholt werden. Dazu sollen „zeitnah“ Gespräche mit der Verbandsgemeinde, der Stadt, den Ausstellern und dem VHG geführt werden, um Lösungen und Alternativen zu finden. Bündnis 90/Die Grünen als Veranstalter der Energiemesse wollen ebenfalls prüfen, ob ein Alternativtermin im Jahr 2020 angeboten werden kann –  oder nicht.

Hallen und Veranstaltungsorte werden geschlossen

Darüber hinaus wird die Stadt Kandel aus Gründen der Prävention alle Hallen und Veranstaltungsräume/-orte der Stadt „im Sinne der öffentlichen Sicherheit und zur Gefahrenabwehr“ für öffentlich zugängliche Veranstaltungen sperren, heißt es aus dem Rathaus. Alle städtischen Veranstaltungen entfallen und werden zu einem geeigneten Zeitpunkt nachgeholt.

Sportveranstaltungen ohne Publikum

Vereine oder andere Veranstalter werden dazu aufgefordert, ihre Veranstaltungen zu verschieben. Nichtöffentliche Privatveranstaltungen (z. B. Geburtstage) können durchgeführt werden.  Sportveranstaltungen in der Halle und auf den Sportplätzen (Rundenbetrieb) müssen ohne Publikum stattfinden. Trainingsbetrieb und Schulsport kann weiterhin ohne Einschränkungen stattfinden. Es müssen aber Anwesenheitslisten geführt werden, so die Stadt.

VHS- Kurs- und Abend-Angebote mit begrenzter Teilnehmerzahl können ebenso stattfinden, wie Kleinveranstaltungen und Kurse privater Anbieter in üblichen Größen (bis 25 Teilnehmer). Auch Musik- und Gesangsproben etc. sind von dieser Regel abgedeckt und können grundsätzlich weiter betrieben werden.

Niedermeier kritisiert unzureichende Empfehlungen übergeordneter Stellen

„All diese Entscheidungen fallen mir als Stadtbürgermeister, aber auch ganz persönlich nicht leicht. Die Menschen vor Ort, die Veranstalter, Vereine und Geschäftsleute erwarten jedoch klare Ansagen und eine Richtschnur. Diese geben wir, so hart diese auch erscheinen mögen und tatsächlich auch sind. Wir tragen damit Verantwortung zum Schutze der Bürgerinnen und Bürger“, so Stadtbürgermeister Michael Niedermeier, der gleichzeitig die „unzureichenden Empfehlungen übergeordneter Stellen“ kritisiert, weil die Entscheidungen damit auf die Kommunen übertragen würden.

Auch in Ortsgemeinden fallen Veranstaltungen aus

In einer am Dienstag vorangegangen Bürgermeisterdienstbesprechung der Verbandsgemeinde Kandel haben sich alle Ortsbürgermeister dazu bereit erklärt, den Weg mitzugehen und auch in ihren Ortsgemeinden anzuwenden.

Dementsprechend finden die Theateraufführungen in Winden und Steinweiler am kommenden Wochenende ebenfalls nicht statt. „Ich bin froh und dankbar, dass wir unter den Kolleginnen und Kollegen aller Bürgermeister in der Verbandsgemeinde einen gemeinsamen Weg abgestimmt haben und alle hinter den Maßnahmen stehen“, so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Volker Poß.  „Ich habe deutlich gemacht, dass wir hier mit einer Stimme sprechen müssen und als Verbandsgemeinde stehen wir hier als Ordnungsbehörde auch in besonderer Verantwortung, einen Schutz der Bürgerinnen und Bürger mit Maß und Ziel zu gewährleisten. Dem kommen wir gemeinsam mit der Stadt und den Ortsgemeinden auch nach.“

Poß und Niedermeier seien sich einig, dass diese Maßnahmen getroffen werden, um den Schutz der Bürger einerseits zu erreichen und anderseits auch regional dazu beizutragen, die Infektionsketten zu unterbrechen:  „Gleichwohl gilt: verantwortliches und umsichtiges Handeln, ja. Panikmache, nein!“, so Niedermeier und Poß.

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