
Foto (Archiv): Dominik Betsch, Turnerschaft Germersheim
RLP/Germersheim – In der letzten Woche überschlugen sich die Ereignisse. Ähnlich schnell wie die Corona-Fallzahlen steigen, haben nun auch der Volleyballverband Rheinland-Pfalz und der Volleyballverband Pfalz Entscheidungen getroffen. Unterm Strich steht damit für die Teams auf Landesebene und Bezirksebene die Saison 20/21 vor dem Aus.
Am 21. Oktober gab der Landesverband seine Entscheidung bekannt, die aktuelle Saison der Landesliga und der Verbandsligen Nord und Süd, deren Start sowieso schon auf die Zeit nach den Herbstferien verschoben war, auszusetzen. Es erfolgt keine Wertung und kein offizieller Spielbetrieb.
Auf der Homepage des Verbands soll eine Spielbörse eingerichtet werden, wenn Teams unter strengen Vorsichtsmaßnahmen Freundschaftsspiele anbieten wollen. Aktuell dürfte davon wohl aber eher niemand Gebrauch machen wollen.
Für die Germersheimer 2. Herrenmannschaft vom TSG bedeutet das nach dem Aufstieg in die Verbandsliga das Warten auf eine hoffentlich normale Saison 21/22. Ein kleines Hintertürchen lässt sich der Verband offen. Auf der Homepage ist folgendes zu lesen: „Der VVRP-LSA und der VVRP-Vorstand behalten sich jedoch das Recht vor, bei gravierenden Änderungen bzgl. Beurteilung der Situation, was derzeit sehr unrealistisch erscheint, ggf. einen vereinfachten Spielmodus für die VVRP-Spielklassen in Kraft zu setzen. Dafür würden sich beide Gremien nochmals außerordentlich zusammenfinden und Euch zeitnah informieren.“ Angesichts der aktuellen Lage sieht man auf Seiten der Germersheimer Volleyballer jedoch kaum Hoffnung, noch irgendwie halbwegs normal spielen zu können.
Einen Tag nach dem Landesverband veröffentlichte auch der Volleyballverband Pfalz seine Entscheidung für eine freiwillige Saison für alle Ligen auf Pfälzer Bezirksebene. Die Ligeneinteilung bleibt bestehen und alle Spiele gelten als freiwillig. Wer nicht spielen kann und will – was aktuell mehr als nur sinnvoll ist – kann jederzeit absagen und muss keine Strafen befürchten. Eine Wertung zum Auf- und Abstieg erfolgt am Ende der Saison nicht. Ein letztes Hintertürchen bleibt auch hier offen. Der Verband erklärt auf seiner Homepage: „Der Spielausschuss behält sich vor, sollte sich die Situation grundlegend ändern, eine verkürzte Saison mit Auf-/Abstieg (z.B. nur Rückrunde, Turniermodus o.ä.) noch zu spielen, notfalls auch bis in den Frühsommer hinein!“
Auf Germersheimer Seite will man noch entscheiden, ob man bei Verbesserung der Situation spielen will oder ob man die Saison generell ausfallen lässt. Es wird so oder so eine ungewöhnliche Saison werden, in der Trainingseinheiten wohl länger das Maximum sein werden. Aber selbst diese sind in Germersheim aktuell nicht möglich, denn der Landkreis hat per Allgemeinverordnung aktuell den Trainingsbetrieb in Hallen auf maximal 5 Personen beschränkt. Unter Volleyballern weiß man, dass damit ein sinnvolles Training nicht möglich ist.
In der Oberliga gibt es übrigens noch keine Entscheidung. Die zuständigen Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saarland haben noch keine Entscheidung über eine mögliche Absage getroffen. Der Tenor seitens der jeweiligen Staffelleiter ist aktuell so, dass erstmal alle Spiele stattfinden sollen, die unter Beachtung aller Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen stattfinden können. Somit läuft die Saison für die Damen 1 und Herren 1 noch weiter. Beide mussten aber aufgrund der neuen Allgemeinverordnung des Landkreises ihre Derbys gegen den TSV Speyer am kommenden Wochenende absagen.
Auf Germersheimer Seite steht man grundsätzlich auch in engem Kontakt zur Kreisverwaltung und zum Gesundheitsamt und geht von weiteren notwendigen Spielabsagen in den nächsten Wochen aus. Eine Absage der Oberliga-Saison durch die Verbände würde hier zumindest keine Überraschung sein. So sehr alle Teams den Volleyballsport lieben und gerne spielen würden, so sehr geht für alle die Gesundheit vor. Wer den Sport als Hobby betreibt, muss auch der gesellschaftlichen Verantwortung zum Schutz aller Beteiligten gerecht werden.
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