
Eine der insgesamt 54 Luftfilteranlagen, hier in der Bibliothek der Schillerschule.
Foto: Gemeinde Haßloch
Haßloch. Die Gemeinde Haßloch hatte sich im Zuge der Corona-Pandemie für die Beschaffung und Installation fest installierter Luftfilteranlagen in den beiden Haßlocher Grundschulen und den kommunalen Kindertagesstätten entschieden.
Inzwischen sind die Einrichtungen entsprechend ausgestattet und die Zu- und Abluftgeräte mit Wärmerückgewinnung sollen nun schrittweise in Betrieb gehen. Insgesamt wurden 54 Luftfilteranlagen angeschafft. Die Schillerschule verfügt über 20 Geräte, die Ernst-Reuter-Schule hat 19 Geräte, im Kinderhort stehen zwei Anlagen und auf die kommunalen Kindertagesstätten entfallen insgesamt 13 Anlagen.
Der Bauausschuss hatte sich im Oktober 2021 ganz bewusst für fest installierte Luftfilteranlagen ausgesprochen, wohl wissend dass es sich dabei um eine aufwendige und zeitintensive, aber im Vergleich zu mobilen Lüftungsgeräten um eine hochwertige Lösung handelt. Die Luftfilteranlagen laufen autark und gehen mittels CO₂-Sensor eigenständig in den Betriebsmodus über. Auf diesem Weg wird das CO₂-Level in den Räumen konstant niedrig gehalten und die Luftqualität verbessert. „Das ist nicht nur bei Corona-Wellen ein Vorteil“, so der Erste Beigeordnete Carsten Borck.
Durch die Wärmerückgewinnung bringen die Geräte sowohl im Sommer als auch im Winter Vorteile mit sich. Beispielsweise kann im Sommer über die kalte Nachtluft für Kühlung gesorgt werden. Integrierte Zu- und Abluftdämpfer sorgen darüber hinaus für einen leisen Betrieb. Zudem laufen die Geräte selten im Dauerbetrieb – sie reagieren autark auf das CO₂-Level und nehmen immer nur dann den Betrieb auf, wenn ein Luftaustausch erforderlich wird.
Insgesamt kostet die Anschaffung, der Einbau und Anschluss sowie die Programmierung der insgesamt 54 Luftfilteranlagen rund 1,2 Millionen Euro. Die Kosten werden durch ein Förderprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu 80 Prozent übernommen. Im Haßlocher Fall wird die Maßnahme mit rund 980.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt somit bei circa 220.000 Euro.
„Gerne hätten wir als Verwaltung früher Vollzug gemeldet, doch angesichts der aktuellen Marktlage, der hohen Nachfrage nach entsprechenden Geräten, einer notwendigen europaweiten Ausschreibung und dem aufwendigen Einbau war uns klar, dass das Projekt zeitintensiv wird“, so der Erste Beigeordnete Carsten Borck. Man sei froh, dass die Geräte nun sukzessive in Betrieb genommen werden können. Er dankt darüber hinaus seinem Team der Bauverwaltung und der ausführenden Firma für die gute Zusammenarbeit.
Erste Vorplanungen für die Installation für die Luftfilteranlagen hatten bereits im Sommer 2021 begonnen. Damals wurde durch ein Ingenieurbüro geprüft, ob die Schulen und Kitas die technischen Voraussetzungen für einen Einbau entsprechender Anlagen erfüllen. Nachdem der Bauausschuss dann grünes Licht für die Maßnahme gegeben hatte, wurden die Förderanträge erarbeitet und im November 2021 eingereicht.
Nach der Förderzusage im Frühjahr 2022 wurde die Maßnahme gemäß Vergaberichtlinie europaweit ausgeschrieben. Im Juli 2022 hat der Gemeinderat den Auftrag zur Lieferung und zum Einbau der Luftfilteranlagen an die Firma Oxor aus Edenkoben vergeben. Im Herbst wurden die insgesamt rund 100 Kernbohrungen zur Installation der Luftfilteranlagen in den Grundschulen und Kitas durchgeführt. Im Herbst und Winter treffen nach und nach die ersten Luftfilteranlagen ein, werden aufgestellt und angeschlossen. Nach abgeschlossener Programmierung gehen nun die ersten Anlagen in Betrieb.

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