Washington – Der ehemalige US-Astronaut Bill Anders glaubt nicht daran, dass Elon Musk seine Mars-Pläne realisieren kann.
„Ein Flug zum Mars ist schwieriger, als Musk oder die Nasa zugeben“, sagt Anders der „Welt am Sonntag“.
Das Vorhaben sei „lächerlich“. Der US-Astronaut hatte im Jahr 1968 mit der Apollo 8 den Mond umrundet. Das größte Problem bei langen Raumfahrten sei die Strahlung. „Auf der Reise zum Mars werden Sie gebraten.“
Aber auch die lange Zeit in der Schwerelosigkeit sei schwierig. „Die Menschen, die auf dem Mars landen, werden nicht laufen können“, glaubt Anders. Ihre Muskeln seien zu geschwächt.
Trotz des großen Erfolges mit dem Premierenstart der Falcon-Heavy-Rakete findet Anders nicht, dass Musk die Raumfahrt voranbringt. „Seine Pläne lenken uns von anderen Dingen ab“, sagt er. „Die Nasa sollte sich nicht von Menschen wie Elon hypnotisieren lassen.“
Neue Satelliten zur Kommunikation, Wetterbeobachtung und Klimaforschung seien wichtiger, als dem Unternehmer bei einer Marsmission zu helfen. (dts Nachrichtenagentur)

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Da spricht ein Praktiker und Pragmatiker, aber die Menschheit braucht Visionäre wie Musk.
Ohne den Forscher- und Entdeckerdrang würden wir noch heute in Höhlen hausen und das Feuer anbeten.
Das unendliche Weltall ist geradezu komplementär zu unserem unbändigen Wissensdurst. Je mehr Fragen wir beantworten wollen, desto mehr Fragen werden neu gestellt werden müssen. Je mehr wir erfahren, desto mehr verschließt sich noch unserer Erkenntnis. Je tiefer wir ins All vorstoßen, desto weiter wollen wir vorankommen. Es wird zumindest den Versuch einer bemannten Mars-Mission geben, weil es ganz einfach in der menschlichen Natur liegt und unsere Technologie einen solchen Flug auch umsetzbar macht.
Wenn zaudernde Menschen, mit der heutigen Einstellung von Bill Anders,
sich 1968 durchgesetzt hätten,
wäre er selbst nicht in der Apollo 8 um den Mond geflogen.