
Bad Dürkheim hält auch für den Fall der Fälle ein Behelfskrankenhaus vor.
Archivfoto: Pfalz-Express/Ahme
Bad Dürkheim. Seit April hält der Landkreis Bad Dürkheim alles Nötige für ein Behelfskrankenhaus vor: Das katholische Tagungshaus St. Christophorus in Bad Dürkheim kann innerhalb von 24 Stunden seinen Einsatz aufnehmen, wenn Bedarf besteht.
Im Ernstfall sollen sich die Krankenhäuser auf Covid-19-Patienten konzentrieren können, Nicht-Covid-19-Patienten könnten im Behelfskrankenhaus behandelt werden. Die Kreisverwaltung erinnert daran, dass sich weiterhin Helfer melden können – insbesondere Ärzte sind gefragt.
„Zum Glück haben wir das Behelfskrankenhaus bisher nicht benötigt. Und wir hoffen, dass wir auch weiterhin hierfür keinen Bedarf haben. Für den Fall der Fälle wären wir aber gerüstet“, sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld.
Neben Material, Geräten und Medikamenten, die der Kreis vorhält, gibt es auch eine Liste von freiwilligen Helfern, die im Frühjahr ihre Bereitschaft signalisiert haben, im Ernstfall das Behelfskrankenhaus zu unterstützen.
„Um aktuell zu sein, überarbeiten wir stetig diese Liste. Hierbei gibt es immer wieder Änderungen. Wir freuen uns daher immer, wenn sich weitere Engagierte aus dem medizinischen oder pflegerischen Bereich melden.
Insbesondere Ärzte rufen wir auf, sich bei uns zu melden, wenn sie das Behelfskrankenhaus unterstützen können. Sie können auch im Ruhestand sein.“
Ärzte werden gebeten sich bei Christine Trauth in der Kreisverwaltung zu melden: Telefon 06322/961-3009, E-Mail: christine.trauth@kreis-bad-duerkheim.de
Weitere Helfer aus dem medizinischen oder pflegerischen Bereich können sich melden bei: DRK, Kreisverband Bad Dürkheim e.V., Helfen@kv-duew.drk.de, 06322/9446-46 (9 – 16 Uhr).
Hintergrund:
Seit April hat der Landkreis Bad Dürkheim eine Vereinbarung mit dem katholischen Tagungshaus St. Christophorus in Bad Dürkheim, das innerhalb von 24 Stunden zum Behelfskrankenhaus umgerüstet werden könnte.
Geplant ist es als Entlastung der umliegenden Krankenhäuser. Wenn dort vor allem Covid-19-Patienten behandelt werden müssten, könnte das Behelfskrankenhaus übrige Patienten aufnehmen: leichte Nicht-Covid-19-Fälle, die Behandlung brauchen, aber nicht zwingend auf die Versorgung in einem regulären Krankenhaus angewiesen sind.
Das Behelfskrankenhaus wird organisatorisch an das Kreiskrankenhaus Grünstadt angegliedert, das die Trägerschaft für diese Ausweicheinrichtung übernimmt.
Weiterhin steht den Bewohnern des Landkreises im Ernstfall auch das Behelfskrankenhaus in Lachen-Speyerdorf zur Verfügung, in dem Covid-19-Patienten behandelt werden können. „Mit diesen zwei Ausweichkrankenhäusern, die zwei verschiedene Konzepte verfolgen, und mit den regulären Krankenhäusern sind wir im Landkreis Bad Dürkheim und der Stadt Neustadt für den Notfall gut gerüstet“, sagt Landrat Ihlenfeld.

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