
Foto: Bistum Speyer
Bad Dürkheim. Der Standort für ein Behelfskrankenhaus in Corona-Zeiten im Landkreis Bad Dürkheim steht fest: Das katholische Tagungshaus St. Christophorus in Bad Dürkheim steht bereit und kann innerhalb kürzester Zeit seinen Einsatz aufnehmen, wenn Bedarf besteht.
„Wir sind froh, diesen guten Standort gefunden zu haben und hoffen dennoch, dass wir das Behelfskrankenhaus nie brauchen“, sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. Falls doch, könne es innerhalb von 24 Stunden betriebsbereit sein.
Geplant ist es als Entlastung der umliegenden Krankenhäuser: Wenn dort vor allem Covid-19-Patienten behandelt werden müssten, könnte das Behelfskrankenhaus übrige Patienten aufnehmen. „Wir haben lange überlegt, ob unser Ausweichkrankenhaus Patienten mit dem Coronavirus behandelt oder Nicht-Infizierte.
Wir denken, dass der jetzige Plan sinnvoll ist: Die Krankenhäuser, die schon jetzt Corona-Patienten aufnehmen und sowohl in der Behandlung als auch in der Isolation spezialisiert sind, können sich im Ernstfall auf diese Patienten konzentrieren, das Behelfskrankenhaus nimmt andere Fälle auf, wodurch Kapazitäten in den Krankenhäusern frei werden“, erklärt Ihlenfeld.
Aufgenommen werden könnten hier leichte Nicht-Covid-19-Fälle, die Behandlung brauchen, aber nicht zwingend auf die Versorgung in einem regulären Krankenhaus angewiesen sind.
„Wir stellen das St. Christophorus-Haus angesichts der aktuellen Krise gerne zur Erweiterung der medizinischen Kapazitäten zur Verfügung. Jetzt ist Solidarität gefragt“, erklärt der Speyerer Generalvikar Andreas Sturm. Das Bistum Speyer ist Träger des St. Christophorus-Hauses.
Weiterhin steht den Bewohnern des Landkreises auch das Behelfskrankenhaus in Lachen-Speyerdorf zur Verfügung, in dem Covid-19-Patienten behandelt werden können. „Mit diesen zwei Ausweichkrankenhäusern, die zwei verschiedene Konzepte verfolgen, und mit den regulären Krankenhäusern sind wir im Landkreis Bad Dürkheim und der Stadt Neustadt für den Notfall gut gerüstet“, sagt Landrat Ihlenfeld.
Das St. Christophorus-Haus kann mit 85 Betten belegt werden. Es hat im Vergleich zu verschiedenen anderen Liegenschaften den Vorteil, in der Mehrzahl der Räume nicht mit Teppichboden ausgestattet zu sein, was eine Behandlung unter Hygienebedingungen eines Krankenhauses ermöglicht. Das Behelfskrankenhaus wird organisatorisch an das Kreiskrankenhaus Grünstadt angegliedert, das die Trägerschaft für diese Ausweicheinrichtung übernimmt.
„Es haben sich sehr viele Helfer bei uns und beim DRK Kreisverband gemeldet. Vielen Dank hierfür“, sagt Ihlenfeld. „Viele haben eine pflegerische oder sanitäts- bzw. rettungsdienstliche Ausbildung, arbeiten aber nicht regulär in diesen Berufen, sodass sie nicht an anderer Stelle fehlen, wenn sie in unserem Behelfskrankenhaus eingesetzt sind.“
Sie stehen schon bereit, um im Notfall den Betrieb zu gewährleisten. „Engagierte Helfer können sich weiterhin beim DRK melden“, ruft der Landrat auf. Kontakt: DRK, Kreisverband Bad Dürkheim e.V., Helfen@kv-duew.drk.de, 06322/9446-46 (9 – 16 Uhr)

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