
Ortsbürgermeister Andreas Möwes hatte alle Weyherer aufgerufen, sich am Startbild zu beteiligen.
Quelle: BMEL/Octonauten
Weyher. Mit einem ganzheitlichen Ansatz verfolgt der traditionelle Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ das Ziel, die Menschen in den Dörfern zu mobilisieren. Vor Ort ist es wichtig, dass die Bürger ihr Lebensumfeld aktiv gestalten und Verantwortung übernehmen wollen.
Der Bundeswettbewerb dient als Ansporn, die Lebensqualität in den ländlichen Räumen durch eine nachhaltige Dorfentwicklung zu verbessern. Ein wichtiges Element dabei sind auch die vorausgehenden Wettbewerbe auf Kreis- und Landesebene.
Der Bundeswettbewerb wird traditionell alle drei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgeschrieben. In diesem Jahr findet er zum 26. Mal statt. 1.873 Dörfer haben insgesamt auf Kreis-, Bezirks- und Länderebene am Wettbewerb teilgenommen.
Die Auftaktveranstaltung für die Bereisung der 30 am Bundesentscheid teilnehmenden Dörfer fand dieses Jahr am 17. Juni 2019 in einem Golddorf des vorigen Wettbewerbs statt, und zwar in Weyher in der Pfalz.
Die Bundesministerin für die ländlichen Räume, Julia Klöckner, hatte vor Ort den Startschuss für die Finalrunde des 26. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ gegeben.
Die Ministerin hob hervor: „Unser Bundeswettbewerb setzt ein Zeichen: Ein Zeichen für das Ehrenamt und die Lebensqualität in den ländlichen Räumen. Vor allem aber ist er Anerkennung für die, die sich neben Familie und Beruf einsetzen und anpacken. Für das Gemeinwohl, für ein gutes Zusammenleben, für ihre Heimat. Bürgerschaftliches Engagement ist ein wesentlicher Standortfaktor, ist der Kitt unserer Gesellschaft.“
4.000 Kilometer bis zur Juryentscheidung
In den kommenden Wochen wird nun eine Fachjury über 4.000 Kilometer quer durch Deutschland reisen, um sich ein Bild der 30 Finalisten-Dörfer zu machen. Am 11. Juli 2019 wird dann die Jury ihre Entscheidung über Gold-, Silber- und Bronzegewinner treffen.
Über den Wettbewerb
Am bundesweiten Wettbewerb können Dorfgemeinschaften und Gemeindevertretungen in Orten und Ortsteilen bis 3.000 Einwohner teilnehmen. Gesucht sind Ideen und innovative Projekte zur Gestaltung eines attraktiven dörflichen Lebens. Mit der Teilnahme sollen die Dorfbewohner zeigen, welche Themen sie vor Ort bewegen und was die Entwicklung und das Zusammenleben in ihrem Dorf auszeichnet. Angesichts des demografischen Wandels, der wirtschaftlichen und klimatischen Veränderungen – aber auch der Migration – sind Gemeinschaft und Zusammenhalt ein hohes Gut, das es zu stärken gilt.
Alleinstellungsmerkmal dieses Wettbewerbs ist die ganzheitliche Entwicklung des Dorfes. Das Erscheinungsbild des Ortes hat großen Einfluss auf das Lebensgefühl der Menschen. Wichtig sind Arbeitsplätze und soziale Einrichtungen, aber auch ein interessantes Vereinsleben. Für eine erfolgreiche Teilnahme ist deshalb entscheidend, wie sich die Bürger an der Ideenfindung beteiligen, was die Dorfbewohner gemeinsam mit den kommunal Verantwortlichen bewirken, wie sie mit konkreten Aktivitäten zur Entwicklung des Dorfes beitragen und die Herausforderungen meistern.
Dabei kommt es darauf an, wie die Möglichkeiten und Gegebenheiten vor Ort genutzt werden, um eine positive Entwicklung zur individuellen Ausgangssituation zu erreichen. Die Dorfgemeinschaft soll im Wettbewerb die Aktivitäten in den verschiedenen Themenbereichen präsentieren und zeigen, wie es motivierten und engagierten Menschen gemeinsam gelingt, ein lebenswertes Umfeld zu schaffen.
Das BMEL rief bereits 26 Mal Dörfer auf, sich am bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zu beteiligen. Die von den Bundesländern im Jahr 2018 bestimmten Landessieger nehmen 2019 am Bundesentscheid teil. Eine Jury besucht die Finalisten und vergibt Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie Sonderpreise. Die Preisträger werden auf der Internationalen Grünen Woche 2020 in Berlin im Rahmen eines großen Dorffestes ausgezeichnet und später bei einem Empfang auf Schloss Bellevue vom Bundespräsidenten geehrt.
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