Sonntag, 17. November 2019

Trinkwasser: Hoher Kalkgehalt macht zusätzliche Filterung in der Pfalz sinnvoll

28. Juni 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Bauen & Sanieren, Ratgeber, Vermischtes

Das Trinkwasser in der Pfalz weist vielerorts einen hohe Kalkgehalt auf.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Mit durchschnittlich 15° dH ist das Trinkwasser in der Pfalz vergleichsweise kalkhaltig. Spuren hinterlässt das kalkhaltige Wasser unter anderem an Haushaltsgeräten und Sanitäreinrichtungen.

 Leitungswasser gilt bundesweit als außerordentlich gesund und eines der sichersten Lebensmittel überhaupt. Es gibt kaum ein Produkt, das so streng kontrolliert wird. Ein Kritikpunkt ist jedoch immer wieder der hohe Kalkgehalt.

Auch in der Pfalz haben viele Haushalte mit hartem Wasser zu kämpfen. Der durchschnittliche Härtegrad liegt in der Region bei 15° dH. Ab 14° dH wird von einem hohen Kalkgehalt im Leitungswasser gesprochen. Auch wenn der hohe Kalkanteil für die Gesundheit unbedenklich ist, hinterlässt er an den Haushaltsgeräten unweigerlich seine Spuren.

Dabei sollten die Kalkablagerungen laut Sven Schröder von MEISTERBOB nicht unterschätzt werden: “Durch die Kalkablagerungen kann die Lebensdauer der Geräte erheblich eingeschränkt werden. Im schlimmsten Fall drohen sogar Totalausfälle und hohe Reparaturkosten.”

Das kalkhaltige Wasser erhöht vor allem den Reinigungsaufwand. Gerade auf dunklen Oberflächen sind die weißen Ablagerungen deutlich zu sehen. Hartnäckige Kalkflecken an den Duschwänden und Armaturen sind in der Pfalz keine Seltenheit. Während Duschvorhänge noch durch einen Waschgang von den Kalkflecken befreit werden können, müssen Duschwände und Kabinen von Hand gereinigt werden.

Kostspielige Reiniger sind dabei nicht unbedingt erforderlich, wie Reinigungsprofis immer wieder unterstreichen. Auch Essig löst als Hausmittel den festsitzenden Kalk und sorgt dafür, dass die Verunreinigungen rasch verschwinden. Um starke Kalkablagerungen zu verhindern, sollten die Duschtüren und Kabinen nach der Nutzung trocken gewischt werden. Hierfür können Fensterabzieher Verwendung finden.

Um langfristig Kalkablagerungen einzudämmen, bleibt den betroffenen Haushalten aber nur der Griff zu einem Kalkfilter. Sobald der Wasserhahn eingeschaltet wird, läuft das Wasser erst durch eine Enthärtungsanlage. In dieser wird der Kalk aus dem Wasser gefiltert, sodass dieses insgesamt weicher wird. Das Prinzip ist mit denen der kleinen Wasserfilter, die beispielsweise in Kaffeemaschinen eingesetzt werden, vergleichbar.

Die Investitionskosten einer solchen Wasserenthärtungsanlage sind unterschiedlich hoch. Entscheidend ist unter anderem, welches Filtersystem gewählt wird und wie groß dieses ist.

Viele moderne Filtersysteme arbeiten für die Trinkwasserenthärtung mit Ionenaustauschern. Durch sie können die im harten Wasser enthaltenen Härtebildner Magnesium und Kalzium gegen Natriumionen getauscht werden. Hierfür wird ein spezielles Tauscherharz eingesetzt. Zunächst wird das Wasser bei diesem System in einen Tank transportiert, in dem sich das Tauscherharz befindet, dort werden die härtebildenden Ionen abgegeben und die Natriumionen werden vom Wasser aufgenommen. Durch den Ionenaustausch wird das Wasser zwar deutlich weicher, bleibt aber trotzdem im Gleichgewicht.

Neben den Ionentauschern haben sich zur Filterung des Trinkwassers auch Systeme durchgesetzt, die mit einem Katalysator arbeiten. Dieser Katalysator entfernt die harten Kalziumionen. Kalk kann durch die Katalyse als Kristall gebunden werden. Das vermeidet, dass er sich in Wasserleitungen oder auf anderen Oberflächen absetzt.

In Privathaushalten werden vorrangig die Ionenaustauscher eingesetzt. Gerade wenn Haushalte mit sehr hartem Wasser zu kämpfen haben, ist die Investition in einen Ionenaustauscher ratsam. Langfristig können so hohe Anschaffungs- und Reparaturkosten bei den Haushaltsgeräten vermieden werden. Weiterhin werden Wartungsarbeiten minimiert und der Einsatz von synthetischem Entkalker, der aufgrund seiner Wirkung auf die Gesundheit nicht unumstritten ist, entfällt.

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