Montag 12.Oktober 2026

„Trauerwache Deutschland“ in Frankfurt: Angehörige erinnern auf dem Römerberg an Gewaltopfer

20. September 2026 | Kategorie: Nachrichten

Auf dem Römerberg in Frankfurt fand die „Trauerwache Deutschland“ statt. Symbolfoto: Masood Aslami/ Unsplash

Auf dem Römerberg in Frankfurt haben am Samstag Angehörige und Freunde an Menschen erinnert, die durch Terroranschläge, Messerattacken und andere Gewalttaten ums Leben gekommen sind.

Die Veranstaltung „Trauerwache Deutschland“ fand von 14 bis 19 Uhr statt. Anschließend zog ein Trauermarsch durch die Innenstadt.

Mit Fotos und Namen wurde an zahlreiche Opfer erinnert. Unter ihnen waren der 2024 bei einem islamistischen Messerangriff in Mannheim getötete Polizist Rouven Laur und Opfer weiterer Gewalttaten der vergangenen Jahre.

Zu den Initiatoren gehört Michael Kyrath. Seine 17-jährige Tochter Ann-Marie und deren 19-jähriger Freund Danny waren im Januar 2023 bei einem Messerangriff in einem Regionalzug bei Brokstedt in Schleswig-Holstein getötet worden. Kyrath engagiert sich seitdem öffentlich für die Erinnerung an Gewaltopfer.

Nach Angaben der Organisatoren soll die Trauerwache Angehörigen und Überlebenden einen Ort für gemeinsames Gedenken bieten und die Schicksale der Getöteten sichtbar machen. Die Initiative bezeichnet sich als politisch unabhängig und legt einen besonderen Schwerpunkt auf Opfer von Attentaten, Anschlägen und schweren Gewalttaten im Zusammenhang mit Asylsuchenden.

Zu den Rednern in Frankfurt gehörten der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Manuel Ostermann, und die Journalistin Julia Ruhs. Neben dem Gedenken wurden dabei auch Fragen der inneren Sicherheit und der Migrationspolitik angesprochen.

Die erste „Trauerwache Deutschland“ hat im November 2025 in Berlin stattgefunden, eine weitere folgte im April 2026 in Dresden.

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