Dienstag, 19. Januar 2021

Tag der Arbeit 2017: Einsatz für die Mitmenschen- CDA Südpfalz mit Stand bei der Landauer DGB-Kundgebung

1. Mai 2017 | Kategorie: Landau, Politik regional, Regional
Am CDA-Stand während der Landauer DGB-Kundgebung zum 1. Mai. Unser Foto zeigt (von links) Bernhard Christ, Franz Romatka, Patrick Redlingshöfer, Norbert Lingenfelder sowie den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gebhart. Foto: privat

Am CDA-Stand während der Landauer DGB-Kundgebung zum 1. Mai. Unser Foto zeigt (von links) Bernhard Christ, Franz Romatka, Patrick Redlingshöfer, Norbert Lingenfelder sowie den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gebhart.
Foto: privat

Landau. „1. Mai 2017 –  Wir sind viele. Wir sind eins.“ So lautete der Leitgedanke, unter dem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) alle Beschäftigten aufrief, am 1. Mai für ihre Interessen, speziell für eine ausreichende Rente, für Integration und für soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren.

Hauptredner in Landau  war Klaus-Peter Hammer, dessen griffige Ausführungen im evangelischen Gemeindehaus am Stiftsplatz immer wieder der Beifall der rund 150 Anwesenden unterbrach. Nachdrücklich plädierte der Landesvorsitzende der DGB-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dafür, das Thema Gerechtigkeit in all seinen vielfältigen Facetten auf allen Ebenen immer wieder neu in den Blick zu nehmen, auch bei den Themen Renten, Krankenkassen, Mindestlohn und „soziale Schere, die sich immer weiter öffnet“.

Für den an der Landauer Veranstalung neben den DGB-Gewerkschaften teilnehmenden Kreisverband Südpfalz der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA; „Sozialausschüsse“ der CDU) erklärte der Stellvertretende Kreisvorsitzende Bernhard Christ gegenüber der Presse zur Frage, warum die CDU-Arbeitnehmer auch mit dem DGB demonstrierten, die Christliche Soziallehre fordere jeden einzelnen Menschen dazu auf, sich für seine Mitmenschen, deren Sorgen und Nöte, einzusetzen, ja, zu kämpfen.

So sei es für ihn mehr als nur selbstverständlich, all diejenigen zu unterstützen, die sich in der Praxis für dieselben Ziele einsetzten. Unter diesem Aspekt sehe er auch die Grußwort-Inhalte der Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gebhart (CDU) und Thomas Hitschler (SPD) zur Landauer DGB-Kundgebung mit ihren jeweiligen Akzentuierungen.

Bernhard Christ (Landau), der die erkrankte Vorsitzende Monika Dorst (Germersheim) entschuldigte, dankte seinen Vorstandskollegen Franz Romatka (Essingen), Patrick Redlingshöfer (Leimersheim) und Horst Schwarz (Landau) für die Mitarbeit am Stand. Eine besondere Dankadresse ging an den früheren CDA-Kreisvorsitzenden Michael Koch (Eschbach), der gemeinsam mit Norbert Lingenfelder (Edenkoben) nicht nur den CDA-Stand, sondern auch den Stand der Gewerkschaft der Polizei routiniert organisiert hatte. (bc)

Tag der Arbeit 2017

Unter dem Motto „Wir sind viele. Wir sind eins.“ beteiligten sich zum 1. Mai  11.500 Personen an 24 Veranstaltungen in ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Die zentrale Kundgebung für Rheinland-Pfalz fand in Kaiserslautern statt. Dort redeten der DGB-
Bezirksvorsitzende Dietmar Muscheid und Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Stärkung der gesetzlichen Rente, eine gerechte Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen,
sichere und gute Arbeit der Zukunft sowie Zukunftsinvestitionen in einen handlungsfähigen Staat waren
am heutigen Tag der Arbeit die zentralen Themen des Deutschen Gewerkschaftsbundes und seiner acht
Mitgliedsgewerkschaften.

Der DGB demonstrierte am 1. Mai für „eine soziale, tolerante, demokratische und solidarische
Gesellschaft in Deutschland und in Europa“. Dabei machten die Gewerkschaften in diesem Jahr
besonders deutlich, dass sie sich gerade im Hinblick auf die Bundestagswahl mit aller Kraft für mehr
soziale Gerechtigkeit und eine solidarische Gesellschaft einsetzen wollen, die „die Würde der Menschen auch in der Arbeitswelt respektiert und schützt“.

In seiner Rede betonte der Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland Dietmar Muscheid, dass die
soziale Gerechtigkeit wieder mehr in den Fokus genommen werden müsse.

„Die Politik muss endlich die sozialen Abstiegsängste einer wachsenden Zahl von Menschen ernst nehmen und entschlossene Konzepte entwickeln, die zu einer solidarischen Gesellschaft beitragen.“

Dazu gehöre neben der Stärkung der gesetzlichen Rente für einen Lebensabend in Würde auch eine gerechte Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Dazu erklärte Muscheid: „Dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung noch immer nicht paritätisch finanziert werden ist ein sozialpolitischer Skandal.
Deswegen muss unbedingt zu hälftigen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen zurückgekehrt
werden.“

Ein weiterer Schwerpunkt am diesjährigen Tag der Arbeit bildete das Thema sichere und gute Arbeit der
Zukunft. „Natürlich ist gerade die Digitalisierung der Arbeitswelt ein Prozess der politisch gestaltet
werden muss, aber wir sehen hier auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Wir müssen Tarifflucht vermeiden
und das Land der tarifgebundenen Arbeit werden. Gleichzeitig gilt es den mitbestimmungspolitischen

Stillstand zu überwinden und für eine Kultur der offensiven Mitbestimmung – der Mitbestimmung 4.0
zu werben“ forderte Dietmar Muscheid.

Damit Politik gestalten könne, brauche sie eine solide Finanzausstattung. „Wir brauchen zum Beispiel dringend mehr Investitionen in unsere Straßen, den Internetausbau, den Schulen und in die innere Sicherheit.

Deswegen fordern wir unter anderem ein Steuerkonzept, das Arbeitnehmer entlastet und Vermögende
entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit stärker belastet“, konkretisierte der DGB Vorsitzende in seiner
Rede.

Zum Abschluss sprach sich Muscheid für eine solidarische Gesellschaft, gegen Rechtspopulismus und gegen Fremdenfeindlichkeit aus.

 

 

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