Montag 12.Oktober 2026

Südpfalz: Akkuzüge starten, CDA fordert bessere Infrastruktur

20. September 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Politik regional

Symbolbild: Pfalz-Express / Rolf H. Epple

Ab dem 21. September gehen die neuen Akkuzüge im Pfalznetz zunächst im Probebetrieb mit Fahrgästen auf die Strecke. Die CDA Südpfalz begrüßt den Start, fordert aber zugleich einen weiteren Ausbau der Bahninfrastruktur.

„Für viele Arbeitnehmer ist die Bahn ein wichtiger Teil ihres täglichen Arbeitsweges. Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass jetzt moderne Akkuzüge in der Südpfalz zum Einsatz kommen“, sagt Patrick Redlingshöfer, Vorsitzender des CDA-Regionalverbands Südpfalz und Bezirksvorsitzender der CDA Rheinhessen-Pfalz.

Die neuen Fahrzeuge bieten unter anderem WLAN, moderne Fahrgastinformationen, größere Mehrzweckbereiche und einen barrierefreien Einstieg. Davon sollen besonders Pendler, Familien mit Kinderwagen, Radfahrer und Menschen mit eingeschränkter Mobilität profitieren.

Reisezentrum in Landau bleibt erhalten

Die CDA begrüßt außerdem, dass das Reisezentrum am Hauptbahnhof Landau erhalten bleibt. „Ein moderner Bahnhof braucht nicht nur digitale Angebote und Fahrkartenautomaten, sondern auch persönliche Ansprechpartner“, sagt der stellvertretende CDA-Südpfalz-Vorsitzende Georg Schmalz.

Gerade ältere Menschen, Familien und Reisende mit Unterstützungsbedarf seien auf persönliche Beratung angewiesen. Digitalisierung dürfe deshalb nicht bedeuten, dass der persönliche Service verschwinde.

Für Julian Mießeler, Vorstandsmitglied und Fachsprecher Infrastruktur der CDA Rheinland-Pfalz, ist der Start der Akkuzüge ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig müsse die Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Besonders das eingleisige Teilstück zwischen Winden und Wörth sei ein Engpass.

„Wenn wir mehr Menschen für den ÖPNV gewinnen und gleichzeitig einen stabilen Takt anbieten wollen, müssen wir solche Engpässe beseitigen. Wir brauchen mehr Kapazität und mehr Resilienz auf der Schiene“, sagt Mießeler.

Langfristig spricht sich die CDA für eine vollständige Elektrifizierung des Schienennetzes aus. Akkuzüge seien eine Möglichkeit, auf bislang nicht elektrifizierten Strecken schneller einen emissionsärmeren Betrieb anzubieten.

Die CDA Südpfalz sieht einen zuverlässigen Nahverkehr auch als Teil einer modernen Arbeitnehmerpolitik. Redlingshöfer: „Wer morgens zur Arbeit, zur Berufsschule oder zur Ausbildung fahren muss, braucht einen Nahverkehr, auf den Verlass ist.“

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