Mittwoch, 18. September 2019

Streit über geschlechtergerechte Sprache: Weil rügt Hannover

27. Januar 2019 | 1 Kommentare | Kategorie: Politik

Stefan Weil.
Foto: dts nachrichtenagentur

Berlin – In der Debatte um eine geschlechtergerechte Sprache hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den Kommunen seines Landes einen behutsamen Umgang mit sprachlichen Reformen empfohlen.

„Politik und Verwaltung müssen aufpassen, sich nicht zu sehr von der Alltagssprache der Menschen zu entfernen“, sagte Weil der „Welt am Sonntag“ mit Blick auf die „Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache“, die die Stadt Hannover in der vergangenen Woche veröffentlicht hatte.

Darin wird unter anderem empfohlen, statt maskuliner oder femininer Nomen wie „Teilnehmer“ oder „Rednerpult“ künftig „geschlechtsumfassende Formulierungen“ zu verwenden.

Die Empfehlungen sind für den Schriftverkehr der 11.000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung verbindlich. Auch die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart arbeitet nach Angaben eines Sprechers derzeit an einer entsprechenden Reform der Verwaltungssprache.

Die Abteilung für individuelle Chanceng leichheit von Frauen und Männern werde eine „Empfehlung zur geschlechtergerechten Sprache“ vorlegen, die „von der gesamten Stadtverwaltung übernommen werden“ solle, berichtet die „Welt am Sonntag“.

Bereits jetzt würde in vielen Bereichen der Stuttgarter Verwaltung „das sogenannte Gendergap bzw. das Gendersternchen“ verwendet, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. (dts Nachrichtenagentur)

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Ein Kommentar auf "Streit über geschlechtergerechte Sprache: Weil rügt Hannover"

  1. Philipp sagt:

    Wenn ich als Bürger einen Anspruch darauf habe, auch eine Fassung in lesbarem Deutsch oder in einfacher Sprache zu erhalten, macht es mir nichts aus, wenn mancher meint, er müsste einen Text in Dummdeutsch verfassen.
    Die andere Frage ist: Sind die Kommunen finanziell so gut aufgestellt, dass sie sich diesen Unsinn leisten können?
    Da wäre doch mal eine Überprüfung durch den Rechnungshof angebracht, schließlich werden dafür ja Steuergelder verbraten!
    Was sagt die DUH dazu, dass da zusätzliche Bäume zu Papier verarbeitet werden müssen?
    Diejenigen, die auf Dummdeutsch bestehen, gehören üblicherweise nicht zu den Steuerzahlern, sondern zu denen, die von Steuergeldern leben!

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