Freitag, 16. November 2018

Stadt Neustadt warnt vor Eichenprozessionsspinnern im Ordenswald

14. Juni 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer

Die Umweltabteilung warnt mit Hinweisen vor dem Kontakt mit den Raupen.
Foto: stadt-nw

Neustadt. Die Stadt informierte im gestrigen Umweltausschuss über die aktuelle Entwicklung der Eichenprozessionsspinnerbestände insbesondere im Ordenswald und rief dazu auf, die Warnhinweise zu beachten.

Der Stadtforst empfiehlt vorsichtshalber, Waldbereiche mit Eichenbeständen in den kommenden Wochen zu meiden.

Eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch die Brennhaare der Raupen mit Symptomen wie beispielsweise Hautausschlag, Quaddeln, Juckreiz oder eine Reizung der Schleimhäute, kann dadurch vermieden werden, dass man nicht in kurzen Hosen oder T-Shirts Eichen-bestandene Wege entlang läuft und die Verweildauer reduziert. Das heißt: möglichst zügig befallene Bäume passiert und natürlich den Kontakt mit den Raupen oder ihren Nestern vermeiden.

Aufgrund der warmen Temperaturen verlief die Entwicklung der Raupen vom Schlüpfen zum dritten beziehungsweise vierten Larvenstadium, in dem erstmals Brennhaare ausgebildet werden, in 2018 sehr rasant.

Genauer gesagt: In nur drei statt den üblicherweise sechs Wochen. Eine prophylaktische Bekämpfung der Art durch Ausbringung eines biologisch wirksamen Mittels (Bti) war aufgrund dieser rasanten Entwicklung in 2018 nicht möglich.

Tritt der Eichenprozessionsspinner innerorts an sensiblen Stellen, wie Schule oder Kindertagesstätten auf, ist eine mechanische Bekämpfung im Einzelfall möglich, die auch insbesondere ab der Häutungs- und Verpuppungsphase im Juli/August effektiv ist.

Die Umweltabteilung weist allerdings darauf hin, dass eine generelle – bei größeren Strecken sehr kostenintensiv – Bekämpfung im Stadtwald bei einer Eichenwaldfläche von 51 Hektar in Neustadt, insbesondere im Ordenswald aber auch in Geinsheim, nicht realisierbar ist.

Die weitere Entwicklung in 2018 steht in Beobachtung des Stadtforstes, wobei geplant ist, Proben befallener Äste an die Forschungsanstalt in Trippstadt zu schicken, um zu beurteilen, ob der Befallsdruck in diesem Jahr eine kritische Grenze überschreitet, die dann im April 2019 eine Bekämpfung mit Bti erforderlich macht.

 

 

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