
Zeltkirche auf dem neuen Messeplatz
Foto: Norbert Herrmann
Landau – Vom 23. Mai bis zum 5. Juni 2026 verwandelte sich das Neue Messegelände in Landau in eine Wagenburg. Das Internationale Hilfswerk für Sinti und Roma hatte zu einer großen Zeltkonferenz mit Zeltkirche eingeladen.
Viele Sinti aus ganz Deutschland folgten dem Ruf und feierten gemeinsame Gottesdienste unter einem großen Zelt mit Kreuz. Das Bild ist ungewöhnlich und einprägsam: Wohnwagen reihten sich auf dem Platz, im Zentrum stand das Gottesdienstzelt.
Die Veranstaltung knüpft an eine jahrzehntelange Tradition an. Bereits der verstorbene Pastor Gerhard Heinzmann hatte ab den 1960er Jahren mit Zeltkirche und Wohnwagen unter den Sinti und Roma in Deutschland und international missioniert.

Foto: Norbert Herrmann
Sein Sohn Michael Heinzmann, Vorsitzender des Hilfswerks, führt diese Arbeit fort: „Seit vielen Jahren engagieren wir uns im Aufbau und in der Unterstützung von Kirchen unter Sinti und Roma. Wir stärken lokale Gemeinden, verteilen Hilfsgüter an bedürftige Familien und fördern nachhaltige Projekte. Dazu gehören unter anderem der Bau von Kirchengebäuden, die Finanzierung eines Ausbildungszentrum und von Kinderheimen in Indien, sowie der Bau und Betrieb von Kindertagesstätten in Rumänien,“ so Heinzmann.
Die Gottesdienste fanden bis zum 5. Juni abends um 20 Uhr statt, am Sonntag zusätzlich nachmittags mit Taufe. Die Organisatoren luden die Landauer Bevölkerung ausdrücklich herzlich ein, mitzufeiern.
Die Besucher erlebten eine herzliche Atmosphäre mit Musik, Predigten und persönlichem Austausch. Michael Heinzmann zeigte sich erfreut über den Zuspruch. Zum Abschluss der Konferenz dankte das Team allen Teilnehmern und kündigte bereits die nächsten Stationen an (u. a. Weiden in der Oberpfalz und Karlsruhe).
Das Hilfswerk mit Sitz in der Region engagiert sich nicht nur in der Glaubensarbeit, sondern unterstützt auch Projekte wie Kindertagesstätten in Rumänien und Patenschaften. Die Zeltkonferenz in Landau steht vor allem im Zeichen der Gemeinschaft und des Glaubens innerhalb der Sinti-Gemeinden.
Viele Teilnehmer nahmen positive Eindrücke und neue Motivation mit nach Hause.

Foto: Norbert Herrmann

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