Göttingen. Eine Szene wie in einem Actionfilm erlebte eine Familie in Rollshausen bei Göttingen – allerdings unfreiwillig und nachgerade mit einem kleinen Schock.
In der Nacht zum Donnerstag hatte ein Sondereinsatzkommando der Polizei eine falsche Wohnung erwischt und diese gestürmt. Nachts um 1 Uhr wurde kurzerhand die Wohnungstür aufgetreten, sieben vermummte Männer stürmten ins Schlafzimmer und fesselten einen Bewohner im Bett mit Kabelbindern. Nach Aufklärung der Sachlage erschienen kurz darauf einige Polizisten in Zivil und entschuldigten sich für das rüde Eindringen und den „Überfall“ auf den schlafenden Mann. Wenige Minuten später machten die Beamten einen erneuten Anlauf und stürmten – dieses Mal erfolgreich – die richtige Wohnung im Stockwerk darunter.
Grund für den Einsatz soll ein Notruf gewesen sein, wonach ein Mann mit einer Waffe bedroht worden sei. Warum sich das SEK in der Etage geirrt hat, ist noch unklar. Die betroffene Familie will jetzt Schadensersatz und Schmerzensgeld einklagen. (dts Nachrichtenagentur/red)

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