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Auch wenn die Maßgabe jetzt heißt, möglichst Sozialkontakte zu meiden, gibt es Bereiche in der grundlegenden medizinischen Versorgung, in denen man dennoch zusammenstehen muss. Dies betrifft auch Blutspenden. Darauf weist SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt als Präsident des DRK Kreisverbands Südliche Weinstraße nachdrücklich hin.
„Auch in Zeiten der Grippewelle oder des Coronavirus werden Blutspenden dringend benötigt, damit Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können“, so Seefeldt. Ein Cafébesuch oder andere Freizeitaktivitäten könnten nachgeholt werden, eine lebensrettende Blutspende aber nicht.
„Selbstverständlich wurden für die mobilen Blutspendetermine neue Vorsichtsmaßnahmen getroffen“, erläutert DRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen See. So werde bei sämtlichen Spendewilligen vor der Anmeldung, also unmittelbar nach dem Eintreffen, die Körpertemperatur festgestellt. „Kommt es hier zu Auffälligkeiten, wird entsprechend der geltenden Vorgaben gehandelt. Oberste Priorität hat die Sicherheit von Spendern und Empfängern“, betont See. Zudem weise ein Plakat auf entsprechende Hygienemaßnahmen hin.
Wichtig zu wissen: Auf einem durchschnittlichen Blutspendetermin kommen die Besucher auch nicht mit mehr Menschen in Verbindung als beim Einkauf. Zudem sind die anwesenden Personen im Regelfall gesund und gehören keiner Risikogruppe an.
Wer sich nicht gut fühlt oder erste Anzeichen einer Erkrankung verspürt, erscheint erst gar nicht zur Blutspende, weil die Spenderinnen und Spender um die eigene, besondere Verantwortung wissen. Darüber hinaus erfolgt die Durchführung der Blutspendetermine stets unter ärztlicher Aufsicht und bei Berücksichtigung höchster Hygiene- und Sicherheitsstandards, welche durch das Robert-Koch-Institut sowie dem Paul-Ehrlich-Institut also oberste Aufsichtsbehörden der DRK Blutspendedienste vorgegeben sind.
Wie immer gilt: Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen sollen sich erst gar nicht auf den Weg zu einer Blutspendeaktion machen, die anwesenden Ärzte lassen diese Personen gar nicht zur Spende zu. Das gilt auch für Spendewillige, die vom Coronavirus betroffene Risikogebiete bereist haben.
An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch den Virus nichts geändert. Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gebe es keine gesicherten Hinweise, betonen die Blutspendedienste. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar.
Angespannte Lage
Die Versorgungslage mit Blutpräparaten ist derzeit angespannt. Jährlich kommt es in der Erkältungs- und Grippesaison zu einem Rückgang der Blutspenden. Vor dem Hintergrund einer weiteren möglichen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus kann sich die Versorgungslage in kürzester Zeit aber drastisch verschärfen. Deshalb appelliert Seefeldt: „Ich kann jeden der sich gesund und fit fühlt nur dazu aufrufen, die in den kommenden Tagen und Wochen angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen und einen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung auch in Zeiten der Coronavirus zu leisten“.
Sollten über einen Zeitraum von mehr als einer Woche nicht genügend Blutspenden eingehen, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr abzusichern. Der Grund ist die kurze Haltbarkeit einiger Blutpräparate.
Viele Erkrankte erhalten ihr Leben lang Präparate, die aus Spenderblut gewonnen werden. Mittelfristig sind insbesondere Menschen mit Tumorerkrankungen, die sich in einer Chemo- oder Strahlentherapie befinden, auf die kontinuierliche Gabe von Blutpräparaten angewiesen, um die Nebenwirkungen dieser Therapien zu überstehen. Rund ein Fünftel aller benötigten Blutpräparate werden für Krebspatienten benötigt.
Wer sich über die nächsten Termine informieren möchte, kann dies auf der Seite des DRK Blutspendedienstes West tun: https://www.blutspendedienst-west.de/blutspendetermine/.

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