Schwerin – Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat sich gegen Kritik an der SPD wegen einer möglichen Tätigkeit von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) im Aufsichtsrat des staatlichen russischen Ölkonzerns Rosneft gewandt.
Das Thema werde im Wahlkampf dazu benutzt, um der SPD zu schaden, sagte Schwesig der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Es ist eine Entscheidung von Gerhard Schröder und nichts, woran sich die Bundestagswahl entscheidet“, sagte Schwesig.
Die Ministerpräsidentin sprach sich zugleich für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Deutschland, der EU und Russland aus. Das sei es, was die Menschen in Ostdeutschland wünschten. „Das ist auch meine Haltung“, sagte Schwesig. „Den Menschen hier ist wichtig, dass sich dieser Konflikt entspannt.“
Dazu müsse auch Russland seinen Beitrag leisten: „Es gibt in diesem Konflikt aber nicht nur Schwarz und Weiß.“
Mecklenburg-Vorpommern werde seine Zusammenarbeit mit der Region um St. Petersburg ausbauen, sagte die Ministerpräsidentin. „Wir haben gute wirtschaftliche Beziehungen zu unserer Partnerregion rund um St. Petersburg. Und ich würde mir wünschen, dass wir die auf den kulturellen Bereich ausdehnen können.“
CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hatte Schröder wegen dessen Engagement in Russland am Wochenende als „russischen Söldner“ bezeichnet. (dts Nachrichtenagentur)

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