Südpfalz – Am Montagabend haben schwere Gewitter und Starkregen die Süd- und auch die Westpfalz getroffen.
Vollgelaufene Keller und überflutete Straßen gab es beispielsweise in Landau, Hagenbach und Wörth.
Wie die Freiwillige Feuerwehr Landau mitteilte, haben die Einsatzkräfte seit dem späteren Nachmittag mehr als 130 Einsatzstellen abgearbeitet. In den meisten Fällen mussten vollgelaufene Keller ausgepumpt werden.
Die Weißenburger-Straße war wegen eines größeren Wassereinbruchs im Bereich des Vinzentius-Krankenhauses teilweise gesperrt.
Um 16:16 Uhr wurde die Feuerwehr Wörth mit dem Stichwort „Keller unter Wasser“ im Stadtgebiet alarmiert. Zur Unterstützung rückten die Feuerwehren Maximiliansau und Büchelberg an. Nach 27 Einsatzstellen und fast sechs Stunden „pumpen“ hieß es gegen 22 Uhr „Einsatzende“.
Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Hagenbach wurden zu mehr als 20 Unwettereinsätzen gerufen. Wegen des hohen Niederschlags war Wasser in die Gebäude eingedrungen.
Noch sind nicht alle Schäden und Unwetterbereiche in der Südpfalz überschaubar.
Unwetter verschlingt Autokennzeichen
Während des Unwetters über Landau gingen auch bei der Polizei insgesamt 40 Notrufe ein, die vollgelaufene Keller oder überschwemmte Straßen meldeten.
Am meisten betroffen waren der Innenstadtbereich, Queichheim und Teile von Rohrbach und Appenhofen. Im Stadtkern wurden die Ladengeschäfte von S. Oliver, New Yorker und H&M überflutet. Später ist der Birnbach über die Ufer getreten.
Die sintflutartigen Regenfälle führten zu zwei witterungsbedingten Unfällen bei schlechten Sicht- und Fahrbahnbedingungen.
Im Zentrum kam eine Motorradfahrerin von der Straße ab und überschlug sich. Sie war nach dem Unfall ansprechbar, musste jedoch stationär im Vinzentiuskrankenhaus aufgenommen werden.
Bei der Polizei wurden insgesamt fünf Autokennzeichen abgegeben, die von den Wassermassen an den Autos abgerissen wurden. Die Fahrzeughalter konnten teilweise erreicht werden. Fast alle Kennzeichen wurden in der Weißenburgerstraße gefunden.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch (M.) informierte sich am Montagabend bei Stadtfeuerwehrinspekteur Dirk Hargesheimer (r.) und dessen Stellvertreter Michael Bumb über das aktuelle Einsatzgeschehen.
Foto: ld
OB Hirsch vor Ort
In einer ersten Stellungnahme ist die Stadt Landau am Dienstagmorgen auf die Wetterlage am Montag eingegangen. Die Starkregenfront, die am Montagnachmittag in Rheinland-Pfalz niederging, habe auch in der Stadt Landau Schäden verursacht, so die Verwaltung.
Zahlreiche Keller und Tiefgaragen seien voll Wasser gelaufen, Straßen seien überschwemmt worden und es sei vereinzelt zu Stromausfällen gekommen.
„Verletzt wurde bei dem Unwetter zum Glück niemand. Unterstützt von THW-Helfern musste die Freiwillige Feuerwehr Landau bis in die Nacht hinein zu rund 150 Einsätzen ausrücken“, so Oberbürgermeister Thomas Hirsch, der sich selbst vor Ort ein Bild vom Einsatzgeschehen machte und den ehrenamtlichen Kräften dankte.
„Auf die Helfer von Feuerwehr und THW in Landau ist Verlass, egal ob bei einem großen Einsatz oder wie heute bei vielen kleinen“, betonte der Stadtchef, der mehrere Einsatzstellen sowie den Lagerraum in der Feuerwache in der Haardtstraße besuchte.
„Starkregenereignisse wie dieses werden zukünftig wohl überall eine zunehmende Herausforderung darstellen; auch in unserer Stadt müssen wir daher verstärkt Vorkehrungen treffen,“ sagte Hirsch.
Um die Unwetterschäden zu bekämpfen, war die Landauer Feuerwehr mit rund 100 Kräften und 17 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurde sie von 28 THW-Helfern. (ld/cli)

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Wir sind zwar nicht betroffen,
aber ich möchte mich bei allen Feuerwehrleuten für den unermüdlichen Einsatz für die Bevölkerung bedanken! Ihr seid echte Vorbilder!