Freitag, 15. November 2019

Schmerzen die Gelenke? Das ist zu beachten

18. Juli 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Gesundheit, Ratgeber

Gelenkschmerzen können den Alltag erheblich beeinträchtigen.
Foto: Pixabay/Guvo

Bei einer Gelenkerkrankung wird schnell gehandelt. Es kommt voreilig zur Operation und der Patient trägt von nun an ein „neues Knie“ oder gar eine „neue Hüfte“. Jedoch sollten Patienten unbedingt stets eine Zweitmeinung einholen.

Die Arthrose ist heutzutage eine sehr häufige Gelenkerkrankung bei Erwachsenen auf der ganzen Welt. In Deutschland leiden laut der Deutschen Arthrose-Hilfe über fünf Millionen Menschen an den Beschwerden — die Tendenz ist steigend.

Wann ist ein Gelenkersatz notwendig?

Wie eingangs erwähnt kommt es vorschnell zu einer Operation. Damit Sie auch wissen, wann ein Gelenkersatz notwendig ist, haben wir uns für diesen Ratgeber umfassend informiert. Wer seit mehreren Monaten unter starken Gelenkschmerzen leidet, kann das Leben nicht mehr so genießen, wie zuvor. Hier käme bereits ein Gelenkersatz durch einen operativen Eingriff infrage, sodass die Lebensqualität erhöht werden kann.

Zuvor sollte aber eine Röntgenaufnahme angefertigt werden, um sicherzustellen, dass es sich um Arthrose, also um einen krankhaften Gelenkverschleiß handelt. Da ein operativer Eingriff aber nie auf die leichte Schulter zu nehmen ist, sollten zuvor alle Behandlungsmethoden ausgeschöpft sein.

 Wie läuft eine Gelenkbehandlung ab?

Eine Bewegungstherapie kann die Beschwerden in den Gelenken lindern, dies funktioniert mit Kräftigungs- und Dehnungsübungen, die zuvor dem Patienten selbstverständlich beigebracht werden. Einfache Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren können je nach Fall ebenfalls helfen. Insbesondere das Schwimmen kann den Körper stärken und zugleich die Gelenke entlasten.

Älteren Menschen fällt aber genau jenes schwerer. Daher gibt es noch die Therapie mit Schmerzmitteln, jedoch haben Schmerzmittel auch ihre Nebenwirkungen. Es können auch Naturheilmittel versucht werden, wie zum Beispiel CBD. Auf Gelenkexperten.com gibt es eine detaillierte Erklärung hierzu.

Alternative Heilmethoden bei Arthrose sinnvoll?

Alternative Heilmethoden gelten in Deutschland nicht als Medizin, sondern als Nahrungsergänzungsmittel. Hierzu gibt es eine Menge Produkte. Das bekannteste dürfte Glucosaminen sein oder das Teufelskrallenextrakt.

Wissenschaftlichen Untersuchungen zeigten jedoch, dass diese Anwendung nicht helfen. Weder werden die Schmerzen gelindert, noch werden die Gelenke hierdurch wieder gefördert.

Kann Cortison oder Hyaluronsäure bei Arthrose helfen?

Viele stellen die Frage, ob beide Selbstzahlerleistungen vom Arzt ebenfalls sinnvoll sind. Nun, zum aktuellen Zeitpunkt ist es sehr umstritten, dass Hyaluronsäure bei Gelenkbeschwerden hilft. Hierzu wird die Hyaluron ins Gelenk eingespritzt. Es wird sogar gesagt, dass die Wirksamkeit ähnlich ist wie bei einer Kochsalzlösung.

Eine Behandlung mit Cortison kann unangenehme Nebenwirkungen haben und sogar schädlich sein. Es könnte passieren, dass sich die Beschwerden noch steigern.

Risiko: Operation

Sollten alle Behandlungsmöglichkeiten nicht wirken, dann gibt es nur noch die Operation. Doch welches Risiko birgt eine Operation?

Eine Gelenkprothese kann tatsächlich helfen. Etwa 90 Prozent aller Patienten sind anschließend von den Beschwerden geheilt. Das bedeutet aber auch, dass es eben keine Erfolgsgarantie gibt. Bei 10 Prozent aller Patienten hat selbst eine Operation keine Wirkung — oder verschlimmern es sogar.

In Ländern wie Deutschland, Österreich und Schweiz, ist das Risiko eine Krankenhaus-Infektion zu erleiden zwar sehr gering, aber das könnte es obendrein auch noch geben. Zudem kommen die üblichen Risiken bei einer Operation durch die Narkose. Ein Facharzt würde Sie vor der Operation selbstverständlich noch einmal umfassend aufklären.

Abheilung einer Operation

Die Abheilung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Jüngere Menschen erholen sich natürlich schneller davon, als ältere Menschen. Im Schnitt verbringt der Patient eine Woche im Krankenhaus, bevor es anschließend in die Rehaklinik geht. In einer Rehaklinik ist der Patient aber definitiv für mehrere Wochen. Es gibt aber später die Möglichkeit, die Rehamaßnahmen von zu Hause aus weiterzumachen.

Was soll ich tun?

Wenn Sie unter Gelenkbeschwerden leiden, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Schildern Sie die Probleme und suchen Sie gemeinsam nach Lösungsansätzen.

 

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