
Symbolbild von Matias Maiztegui auf Pixabay
Die Deutschen sind in verschiedenen Disziplinen und Kategorien Weltmeister. Das gilt für den Export – als auch für die Knieprobleme.
Es scheint so, als ob das deutsche Knie sehr anfällig für Verschließ ist. Einigen Untersuchungen zufolge betrifft dies nicht nur ältere Menschen, sondern auch alle Altersgruppen unter 60. Woran liegt das?
30 Prozent des Tages verbringen wir mit Sitzen
Im 21. Jahrhundert haben wir es jeder Menge technischer Erfolge zu verdanken, dass wir nicht mehr körperlich hart arbeiten müssen. Diese Jobs werden bereits von einigen Maschinen übernommen. Und genau da liegt auch das Problem. Aufgrund der geringeren Bewegung verbringen deutsche Arbeitnehmer rund 30 Prozent des Tages mit Sitzen, sei es im Büro, in der Pause, im Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie am Abend vor dem Fernseher.
Das hat zur Folge, dass Muskelkraft und –menge abnehmen, die eigentlich die Gelenke unterstützen sollen. Weiterführend werden auch die Knorpel geschädigt, da diese nicht mehr ordentlich mit Nährstoffen versorgt werden. Sie werden spröde, wodurch Knieschmerzen und Knieprobleme entstehen können.
Knie besonders stark von Arthrose betroffen
Grundsätzlich kann sich jedes Gelenk des Körpers arthrotisch verändern. Jedoch betreffen ca. 60 Prozent aller Fälle das Knie. Damit schlägt das Kniegelenkt die Schultern, Daumen, Finger und Hüften. Und das, obwohl die Finger aufgrund der stark angestiegenen Nutzung von Computer und Smartphones ebenso stark belastet werden.
Künstliche Gelenke auf dem Vormarsch
Grundsätzlich kann es viele Gründe geben, weshalb jemand Knieschmerzen bekommt. Neben Unterbelastung könnte ebenso auch Überbelastung ein Auslöser sein. Hier kommen mehre Problempunkte zusammen. Einerseits werden die Deutschen immer dicker und zum anderen wird am Arbeitsplatz als auch Zuhause sehr viel gesessen. Wer nun aus dieser täglichen Situation sein Knie ungewöhnlich stark belastet, muss nicht selten mit Bänderrissen oder einer Innenmeniskusläsion ins Krankenhaus eingeliefert werden. Bei einer Innenmeniskusläsion handelt es sich um einen Riss des Meniskus.
Da sich nur wenige wirklich mit diesem Thema auseinandersetzen und erst bei der Diagnose des Arztes die falsche Lebensweise einsehen, werden in Deutschland unglaublich viele künstliche Gelenke verbaut. Einem Artikel in der „Welt“ zufolge sind die Gelenksimplantationen von 2005 bis 2011 von 112 Gelenken auf 129 Gelenke pro 100.000 Einwohner angestiegen. Kein Wunder also, dass Deutschland bei dem großen Bedarf auch führend in der Entwicklung und Produktion von künstlichen Gelenken und medizinischen Geräten ist.
Doch wie lässt sich das verhindern?
Es kann eigentlich ganz einfach sein. Für zwei gesunde Knie ist es wichtig, dass regelmäßig Sport getrieben wird. Zu den empfohlenen Sportarten zählen, das:
- Schwimmen
- Aquajogging
- Nordic Walking
- Skilanglaufen
- Wandern (ohne Bergabsteigen)
Jedoch sollten die Gelenke in den Beinen nach einer anstrengenden Disziplin auch ausreichend geschont werden, um eine Überbelastung zu vermeiden. Gerade wer jetzt Mitte 50 ist und noch keinen radiologischen Befund hat trotz Knieschmerzen, der sollte sich nicht schonen, sondern langsam für mehr Belastung sorgen und die Gelenke mobilisieren.
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