Das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ hat einen weltweiten Hype ausgelöst. Seit gestern ist die App, mit der man die kleinen Monster in der realen Welt jagen kann, auch in Deutschland verfügbar.
Behörden in den USA, Australien und England haben bereits vor der Nutzung des Spiels im Straßenverkehr gewarnt, berichtet der ADAC, und warnt selbst: Pokémon sollten nur Fußgänger jagen – und dabei auf den Straßenverkehr achten.
In den USA, wo „Pokémon Go“ schon seit einiger Zeit gespielt wird, sei es zu brisanten Zwischenfällen gekommen. So wendeten Autofahrer auf der Autobahn, um eines der Monster habhaft zu werden; andere Spieler blieben mitten auf Landstraßen stehen, weil plötzlich ein Pokémon auf dem Armaturenbrett auftauchte.
Motorradfahrer wurden von der Polizei gestoppt, weil sie ihre Handys bei laufendem Spiel auf den Lenker montiert hatten.
Bei dem Smartphone-Spiel geht es darum, Pokémons (Pocket-Monster) zu fangen und dann gegeneinander antreten zu lassen.
Die Standort-Erkennung (GPS) auf dem Smartphone erkennt, wo der Spieler gerade ist. Versteckt sich ein Pokemon in der Nähe, werden die Figuren auf dem Display in die echte Umgebung eingeblendet (Augmented Reality).
Die kleinen Monster tauchen besonders gerne bei Sehenswürdigkeiten auf – diese sind dann meist „hochwertiger“ als die anderen. Im Straßenverkehr, an Kreuzungen oder Zebrastreifen können sie allerdings spielende Verkehrsteilnehmer in gefährliche Situationen bringen. Um seltene Pokémon zu ergattern, starren Spieler oft permanent auf das Handy-Display und nehmen Gefahren nicht mehr wahr.
Besonders Kinder können komplexe Situationen (Spiel und Verkehr) dann nicht mehr erfassen. (red/adac)
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