Deutsche Sicherheitsbehörden haben am Sonntag in Berlin, Brandenburg und Thüringen die Wohnungen von mehreren sogenannten Reichsbürgern durchsucht.
Die acht namentlich bekannten Beschuldigten stünden im Verdacht, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet und sich an ihr mitgliedschaftlich beteiligt zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.
Darüber hinaus bestünden Anhaltspunkte für waffenrechtliche Verstöße. Festnahmen seien bislang nicht erfolgt.
Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen gehören die Beschuldigten der sogenannten Reichsbürgerszene an. „Als solche identifizieren sich die Beschuldigten mit dem deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 und lehnen die staatliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ab“, so die Bundesanwaltschaft.
Die Beschuldigten sollen sich zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt, spätestens aber im Sommer 2017, zu einer Vereinigung zusammengeschlossen haben, um innerhalb der Reichsbürgerszene koordiniert agieren zu können.
Ihr Ziel soll es sein, „die bundesrepublikanische Ordnung durch eine an die organisatorische Struktur des deutschen Kaiserreiches angelehnte, neue staatliche Ordnung zu ersetzen“.
Dabei sollen sie auch in Betracht gezogen haben, nötigenfalls zielgerichtet Menschen zu töten. „Nach den bisherigen Ermittlungen könnten sich die Beschuldigten zu diesem Zweck bereits Waffen beschafft haben“, teilte die Karlsruher Behörde weiter mit. (dts)

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