
Christoph Fuhrbach. Foto: Nele Bendgens Mallorca Zeitung
Kallstadt – Der Pfälzer Ausdauersportler und Theologe Christoph Fuhrbach plant vom 21. bis 29. Juni 2025 einen besonderen Weltrekordversuch in Kallstadt: Er möchte innerhalb von neun Tagen 88.480 Höhenmeter mit dem Fahrrad zurücklegen – das entspricht zehnmal der Höhe des Mount Everest.
Ziel der Aktion ist es, auf die Grenzen unseres Lebensstils und die Notwendigkeit globaler Verantwortung aufmerksam zu machen.
„Unser Lebensstil hat Grenzen – und zwar nicht nur unsere eigenen“, erklärt Fuhrbach. Unterstützt wird er dabei von Misereor und dem Bistum Speyer. Der Weltrekordversuch findet im Rahmen des Festivals „Voll das Leben“ statt, das zahlreiche Veranstaltungen zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit und globale Solidarität bietet.
Verbindung von Sport und gesellschaftlicher Verantwortung
Die Strecke für den Rekordversuch verläuft vom Ortsrand Kallstadts zur Lindemannsruhe, einer bei Radsportfans bekannten Anstiegspassage. Diese muss insgesamt 277 Mal bewältigt werden, bergauf und bergab. Fuhrbach plant, täglich über 11.000 Höhenmeter zu fahren, auch nachts und bei jedem Wetter.
Der Ort Kallstadt wurde bewusst gewählt: Er ist Modellkommune im Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“. Mit der Aktion ruft Fuhrbach zu Spenden für Misereor auf, insbesondere für Projekte, die sich mit den Folgen der Klimakrise in Ländern des Globalen Südens beschäftigen.
Rahmenprogramm für unterschiedliche Zielgruppen
Das begleitende Festival „Voll das Leben“ richtet sich an ein breites Publikum und bietet kulturelle, bildende und christliche Formate. Dazu gehören Schulaktionen, Ausstellungen, Gesprächsrunden und Konzerte. Zu den Gästen zählen unter anderem der Extremsportler Christian Englert (27. Juni), der Abenteurer Joshua Nichell mit verschiedenen Veranstaltungen (22., 24., 26., 28. Juni) sowie Pirmin Spiegel, ehemaliger Geschäftsführer von Misereor, mit einem Vortrag zu globaler Gerechtigkeit (23. Juni).
Weitere Programmpunkte sind ein Workshop mit dem Künstler Uwe Appold am 21. Juni, ein thematischer Abend mit Gästen aus Ruanda sowie musikalische Beiträge unter anderem von „Elsa & der Viertelton“ (22. Juni) und der Band „Khumo“ (28. Juni).
Offene Beteiligung und Information
Alle Interessierten sind eingeladen, einzelne Etappen der Radstrecke gemeinsam mit Christoph Fuhrbach zu fahren, im eigenen Tempo und unabhängig von der eigenen sportlichen Erfahrung. Während des Festivals ist ein Infostand mit Informationen, Kaffee und Kuchen eingerichtet. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, um Spenden wird gebeten.
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.misereor.de/voll-das-leben
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