Haßloch. Die Arbeiten für die Teilung des Rehbachs bei Haßloch beginnen im Oktober und November.
Der erste wichtige Schritt wird sein, die Trasse im Haßlocher Gemeindewald, südlich der Ortslage, für den zweiten Bachlauf zu vermessen und dann offenzulegen. Dafür werden ab November Bäume gefällt und das wird auffallen. Aber Förster Armin Kupper versichert: Diese Bäume wären sonst an anderer Stelle gefällt worden.
4600 Festmeter werden jedes Jahr im Haßlocher Wald eingeschlagen. Dieses Jahr waren es bisher 2800 Festmeter. Für die Arbeiten am neuen Bachbett des Rehbachs werden etwa 1600 bis 1800 Festmeter benötigt – Holz, das sonst an anderer Stelle im Haßlocher Wald eingeschlagen worden wäre.
Dies bestätigt Förster Kupper. „Wir müssten jetzt im Herbst ohnehin mit dem Wintereinschlag beginnen. Die geplanten Hiebmaßnahmen werden jetzt einfach an die entsprechende Stelle verlegt.“ Innerhalb der Jahresgrenze liege man außerdem. Im Wald gilt das Prinzip der Nachhaltigkeit: Es werde nie mehr eingeschlagen, als nachwachse.
Dass die Arbeiten für den neuen Rehbachverlauf möglicherweise mehr ins Auge springen als sonstige Forstarbeiten, liege daran, dass der Wald sonst eher ausgedünnt wird: Der Einschlag erfolgt normalerweise auf eine größere Fläche verteilt, dadurch fallen die Fällungen weniger auf. Bei den Rehbacharbeiten werden die Bäume dagegen auf einer Trasse gefällt – das mag manch einem wie ein „Kahlschlag“ vorkommen, ist für den Wald aber kein Problem. An der geernteten Holz- und Baummenge ändert es nichts.
Parallel zu den Arbeiten vom Forst erfolgen naturschutzfachliche Vorleistungen. Nach der Absteckung der Trasse sind noch vor Beginn der Rodungsarbeiten im November wesentliche Vorbereitungen zu treffen.
So wird neben forstwirtschaftlichen Arbeiten in unterschiedlichen Trassenabschnitten für den Naturschutz gesorgt: Zum Beispiel werden spezielle Nistkästen für den Wendehals und den Wiedehopf aufgehängt, sowie Ausweichquartiere für Baumfledermäuse und höhlenbrütende Kleinvögel geschaffen. Diese naturschutzfachlichen Maßnahmen und die anschließende Rodung werden rechtzeitig vor dem am 1. März beginnenden Ruhezeitraum abgeschlossen sein.
Die Arbeiten dienen dazu, den Rehbach bei Haßloch zu teilen: Ein Arm wird künftig südlich der Ortslage im Gemeindewald verlaufen und eventuelle Hochwässer von der Ortslage wegführen, das alte Bachbett bleibt dabei erhalten.
Im Osten treffen sich die beiden Bachläufe wieder. Durch diese Maßnahme wird der Bach durchgängig für Fische und andere Lebewesen, sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Ökologie. Außerdem ist sie Teil mehrerer Hochwasserschutzmaßnahmen für den Ort. (red)

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