
Wintershall dea fördert im Landauer Gebiet Erdöl.
Archivfoto: Pfalz-Express/Ahme
Landau. Die Wurzeln von Wintershall Dea, zuvor Wintershall, liegen in Deutschland, wo die Firma seit mehr als 100 Jahren aktiv ist. In Landau wurde in den vergangenen 65 Jahren rund 15.000 Tonnen Erdöl pro Jahr gefördert. Es ist einer der größten Standorte am Oberrheingraben.
Nach dem Zusammenschluss der beiden deutschen Traditionsunternehmen Wintershall und DEA im Mai 2019 bündelt das neue Unternehmen nun seine Stärken und positioniert sich auf dem deutschen und internationalen Markt.
Damit einher geht am Standort Deutschland auch die Fokussierung des Unternehmens auf drei Förderstandorte in Norddeutschland: Mittelplate in Schleswig-Holstein sowie der Kreis Verden und die Region Emlichheim in Niedersachsen.
Für den Förderstandort in Landau hat Wintershall Dea einen Kaufvertrag mit der RDG GmbH und Co. KG geschlossen. RDG mit Sitz in Hannover ging 2018 als eigenständiges Unternehmen aus der Deutschlandgesellschaft des traditionsreichen Öl- und Gasunternehmens RAG Austria AG hervor und ist bereits als Betriebsführer in Konzessionsgebieten in Niedersachsen und Bayern aktiv.
Das Unternehmen hat sich nach höchsten Arbeitsschutz- und Umweltstandards auf die nachhaltige und umweltschonende Ausförderung maturer Erdölfelder spezialisiert.
Der Verkauf umfasst den Förderbetrieb in Landau sowie weitere Konzessionen und Anteile in Baden-Württemberg und Bayern, darunter auch Aitingen, dem größten Erdölförderbetrieb im Alpenvorland.
Aus ihrem niedersächsischen Portfolio wird die Konzession Suderbruch ein Teil der Veräußerung sein. Die veräußerten Konzessionen und Beteiligungen entsprechen insgesamt einer Tagesproduktion von rund 1.000 Barrel Öläquivalent (boe).
Das entspricht etwa zwei Prozent der Tagesproduktion von Wintershall Dea in Deutschland.
Im Sinne des nachhaltigen Wirtschaftens mit den verfügbaren Ressourcen, aber vor allem auch für die Kollegen an den süddeutschen Standorten, inklusive Landau, sei Wintershall dea „sehr froh, die RDG als Käufer gewinnen zu können“.
Wir sind davon überzeugt, dass dieses Unternehmen die Produktion verantwortungsvoll fortführen wird. Es ist geplant, dass alle Mitarbeiter in Süddeutschland von Wintershall Dea zur RDG wechseln, um das jahrelange Know-how vor Ort zu erhalten. Der Verkauf soll, vorbehaltlich der Zustimmung aller Behörden, im ersten Halbjahr 2020 vollzogen werden.
Im Rahmen unserer Portfolio-Optimierung ist dieser Verkauf ein wichtiger Schritt, um uns in Deutschland auf unsere drei wichtigsten eigenoperierten Fördergebiete zu konzentrieren,“ sagt Dirk Warzecha, Leiter von Wintershall Dea Deutschland.
„Wir freuen uns, eine Einigung mit RDG erzielt zu haben, und sind überzeugt, dass das Unternehmen die langjährige erfolgreiche Tätigkeit von Wintershall Dea fortsetzen wird,“ so Warzecha.
Es sei geplant, dass alle süddeutschen Mitarbeiter von Wintershall Dea nach Abschluss der Veräußerung zu RDG wechseln.
„Als wachsendes Unternehmen sind wir auf die Weiterentwicklung und Optimierung der Förderung bestehender Öl- und Gasfelder spezialisiert,“ so Felix Lerch, Geschäftsführer der RDG. „Unser Ziel ist es, bestehende Förderstandorte auf eine nachhaltige, umweltschonende Förderung, mögliche Nachnutzung mit erneuerbaren Energien und einen
vollständigen Rückbau auszurichten.“
Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen, mit einem Abschluss wird im ersten Halbjahr 2020 gerechnet. (desa/red)

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