Der Nürburgring soll verkauft werden. Auch stückchenweise, wenn es nicht anders geht, aber auf alle Fälle noch in diesem Jahr.
Die Insolvenzverwalter sind auf der Suche nach Käufern. Voraussetzungen soll allerdings sein, dass Interessenten den Ring nachhaltig betreiben und das Areal für eine festzulegende Anzahl an Tagen für den Breitensport öffnen. Auch die Region soll berücksichtigt, deren Interessen gewahrt bleiben. Im April soll die Rennstrecke dann offiziell zum Verkauf ausgeschrieben werden, Interessenten gäbe es bereits in stattlicher Anzahl, hieß es von Seiten der Insolvenzverwaltung.
Denkbar für die Sanierer sind neben Privatpersonen auch Stiftungen als Käufer. Ebenso wird die Möglichkeit diskutiert, keinen Komplettverkauf als einzige Option wahrzunehmen, sondern die Veräußerung von Teilen des Rings. Überlegung dazu: Teilverkäufe bringen unter Umständen einen höheren Gewinn.
Die Zeit jedenfalls drängt: Wenn der Verkauf nicht noch im Jahr 2013 gelingt, droht im nächsten Jahr eine Prüfung der EU-Kommission, ob illegal staatliche Beihilfen zugeschossen wurden – und damit eine eventuelle Nachforderung ca. 460 Millionen Euro. Deshalb verlangen Veranstalter, aber auch anhängende Unternehmen wie beispielsweise Zulieferer, Rechts- und Planungssicherheit für 2014.
Die Beschäftigen sollen möglichst übernommen werden, die Gewerkschaft ver.di will eine Beschäftigungsgarantie bis 2016 – kein leichtes Unterfangen, sämtliche Ansprüche zu berücksichtigen und unter einen Hut zu bringen. (cli)

Diesen Artikel drucken



Die EU-Kommission hat die staatlichen Beihilfen für den Nürburgring und den Flughafen Zweibrücken für unzulässig erklärt. Nicht betroffen ist der Flughafen Hahn. ...
Mainz – Der Sanierungsgeschäftsführer der Nürburgring GmbH Thomas Schmidt, Sachwalter Jens Lieser und Finanzstaatssekretär Salvatore Barbaro haben sich mit der EU-Kommission verständigt, ...
Koblenz – Der Gläubigerausschuss des Nürburgrings gab am 11. März den Zuschlag für den Kauf der insolventen Rennstrecke an den Automobilzulieferer Capricorn ...
Mainz – Capricorn-Chef Robertino Wild hat seine Anteile am Nürburgring an einen Treuhänder übergeben. Ist das Unternehmen doch nicht so flüssig wie ...
Nürburgring – Die Sanierer des Nürburgrings verklagen den ehemaligen Pächter Kai Richter auf 2,3 Millionen Euro Schadenersatz. Demnach hatte Richters Gesellschaft ein ...
Mainz – Aus Sicht der FDP sollte bei der Nürburgringprivatisierung der Verkauf des Freizeitparks im Vordergrund stehen. „Die Probleme am Nürburgring ...














