Freitag, 20. September 2019

Polizeigewerkschaft warnt vor „Angsträumen“ an Bahnhöfen

28. August 2018 | 3 Kommentare | Kategorie: Politik

Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Nach Einschätzung der Bundespolizeigewerkschaft können die Bürger in bestimmten Bereichen nicht mehr auf die Bundespolizei zählen.

„Die Bundespolizei hat sich aufgrund des eklatanten Personalmangels inzwischen nahezu völlig aus der Fläche zurückgezogen“, sagte Gewerkschaftschef Ernst G. Walter dem „Handelsblatt“.

„Da die Aufgaben an den internationalen Flughäfen, im Ausland und im Bereich der Ausbildung derzeit absolute Priorität besitzen, entstehen an vielen Bahnhöfen Angsträume, weil die Bürger dort nicht mehr auf die Bundespolizei zählen können.“

Insbesondere in NRW, wo weit mehr als die Hälfte aller Bahnpolizeireviere schon längst nicht mehr besetzt werden könnten und selbst die zuständige Bundesbereitschaftspolizei-Abteilung in Sankt Augustin „dramatisch unterbesetzt“ sei, sei die Situation für Bundespolizisten und die Bürger gleichermaßen unerträglich.

Walter warnte vor den Folgen dieser Entwicklung, sollte jetzt nicht gegen gesteuert werden. „Wir müssen höllisch aufpassen, dass die Bevölkerung nicht dauerhaft das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der Sicherheitsbehörden verliert“, sagte der Gewerkschafter.

Aus Sicht Walters kann die bereits angelaufene „Einstellungsoffensive im Bereich der Polizeibeamten“ daher nur ein erster Schritt sein.

„Wir erwarten von Innenminister Seehofer, dass er endlich unserer Forderung nach kurzfristiger Einstellung von 2.000 zusätzlichen Polizeiangestellten nachkommt, um die Bundespolizisten sofort von administrativen Aufgaben zu entlasten und im operativen Bereich zu unterstützen“, sagte er.(dts Nachrichtenagentur) 

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3 Kommentare auf "Polizeigewerkschaft warnt vor „Angsträumen“ an Bahnhöfen"

  1. Dolores sagt:

    Gleichzeitig trompetet ausgerechnet Herr Reul aus NRW: „Es muss klar sein: Für die Durchsetzung von Recht und Gesetz ist allein der Staat zuständig.“
    Politiker sind langsam nur noch lächerlich. Wenn sie nicht schnellstens die anstehenden Aufgaben sichtbar und vernehmbar lösen, ist Chemnitz ein Scheißdreck gegen das, was noch kommt.
    Hatten wir alles schon einmal! Nur die Ossis inkl. Kanzlerin kriegen es einfach nicht auf die Kette!

  2. Odradek sagt:

    In Zeiten von Hyperpazifismus, Hypermoralismus und dem Denkgefängnis der Political Correctness hat dieser bürokratische Hippie-Staat aus dem Polizeidienst eine masochistische Veranstaltung gemacht. Wer will sich schon endlosen Diskussionen stellen, sich anspucken und vermöbeln lassen ohne Konsequenz und zudem bei kleinem Salär endlose Überstunden schieben, während festgenommene Straftäter Stunden später bereits wieder frei sind?

  3. Ambrosia sagt:

    Versprochen sind diese Stellen schon lange, indes die Taten fehlen!!!
    Politiker = großes Maul und nix dahinter.
    Heute so, morgen so,
    bin ich gewählt, bin ich froh,
    alles andre geht mich nichts mehr an.

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