Mittwoch, 16. Oktober 2019

Ordre Lafayette: Hilfe für die Helfer

2. Juni 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Nordbaden, Regional

V.li.:Hans Kudis (Präsident Ordre Lafayette Deutschland), Sara Görtz (Heimstiftung Karlsruhe/Sybelheim), Margareta Höfele (Förderverein krebskranke Kinder e.V.), Kapitänleutnant Rolf Urner (Bundeswehr Sozialwerk) und Vizepräsident Jürgen Dries.
Fotos: pfalz-express.de/Licht
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Germersheim/Karlsruhe – Große Freude beim Ordensfest des „Ordre Lafayette: Gleich drei Organisationen wurden mit großzügigen Spendenschecks von jeweils 1.200 Euro bedacht.

Der Ordre Lafayette ist eine internationale Ordensgemeinschaft, politisch und religiös neutral, und hat sich karitative Zwecke und die internationale Völkerfreundschaft zwischen EU- und US-Bürgern auf die Fahnen geschrieben. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Freundschaft zu Frankreich ein, aus „historischen und geografischen“ Gründen, wie der Orden betont. Zudem hat sich der Ordre Lafayette der Verteidigung der Menschenrechte verpflichtet.

Mitglieder sind in der Hauptsache ehemalige Soldaten der Bundeswehr, von denen viele dem Bundeswehr-Sozialwerk angehören, der französischen Armee und der Fremdenlegion, aber auch Zivilisten.

Förderverein krebskranke Kinder

Ganz im Sinne der Losung „In Spiritu caritatis et Fraternitatis“ (Im Geiste der Liebe und Brüderlichkeit) unterstützt der Orden seit Jahren den Förderverein für krebskranke Kinder e. V. Karlsuhe, der unter anderem das ,,Elternhaus“ in der Moltkestrasse unterhält. Dort können Eltern krebskranker Kinder umsonst wohnen, während sich ein Kind in stationärer Behandlung befindet.

Aktion Sorgenkinder des Bundeswehr Sozialwerks

Ebenso erhält die „Aktion Sorgenkinder“ des Bundeswehr Sozialwerks regelmäßig Spenden.

Die Initiative ermöglicht es körperlich oder geistig behinderten Kindern von Bundeswehrangehörigen, für einige Wochen im Jahr an Freizeiten teilnehmen. Speziell dafür geschulte Ärzte und Betreuer sorgen für eine lückenlose Ver- und Umsorgung der Kinder – Tag und Nacht.

Der Aktion „Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien“ leistet zudem immer wieder Einzelhilfen, wenn andere soziale Träger keine Zahlungen erbringen, die Familien die finanziellen Lasten aber aus eigener Kraft nicht tragen können. Für alle Kinder aus Bundeswehrfamilien, die in Not geraten sind, werden ebenfalls Hilfen bereitgestellt.

Sybelheim – Heimstiftung Karlsruhe

Die dritte Organisation, die bedacht wurde, ist die Heimstiftung Karlsruhe, in der Stadt umgangssprachlich Sybelheim genannt.

Dort ist unter anderem ein Kinder- und Jugendhilfezentrum untergebracht, das Mädchen und Jungen ab sechs Jahren ein Betreuungsangebot im stationären, teilstationären oder ambulanten Bereich zur Verfügung stellt. Erziehungshilfe und Fördermöglichkeiten gibt es für Kinder und Jugendliche in Kleinklassen mit therapeutischer Begleitung. Zudem wird Hilfe bei Obdachlosigkeit, finanziellen Schwierigkeiten und bei Suchtproblemen angeboten.

Der „Président Deutschland“ des Ordre Lafayette, Oberstleutnant a.D. Hans Kudis, überreichte am Samstag (30. Mai) im Pfalzkasino der Sponeck-Kaserne den Vertretern der Organisationen den symbolischen Spendenscheck.

Spendengelder dringend nötig

Kapitänleutnant Rolf Urner, Bereichsgeschäftsführer West des Bundeswehr-Sozialwerks und extra aus Düsseldorf angereist, nahm die Spende für die Aktion Sorgenkinder entgegen.

Man sei wirklich dankbar für jeden Cent, sagte Urner. Die Projekte kosteten viel Geld: Spezialfahrzeuge, behindertengerecht umgebaute Häuser, Unterstützungsleistungen – das alles verschlucke bis zu 100.000 Euro pro Jahr. Jeder Fall würde aber genauestens geprüft, um die Gelder ihrer ordnungsgemäßen Verwendung zuzuführen.

Seit neuestem gibt es auch Angebote für über 30-Jährige, berichtete Urner. Viele Soldaten, die aus dem Auslandseinsatz mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) zurückkehrten, benötigten ebenfalls Erholung und Zuwendung.

Margareta Höfele vom Förderverein krebskranker Kinder gab gleichfalls einen Einblick in die Arbeit des Vereins. Dessen Mitglieder kümmern sich neben der Unterbringung im Elternhaus um sämtliche Belange, die im Fall einer Schwersterkrankung eines Kindes anfallen: Das reiche von seelischer Unterstützung über die Suche nach einer Haushaltshilfe bis zu finanziellen Zuschüssen, so Höfele.

Auch Sara Görtz schilderte die Arbeit im Symbelheim, die nicht nur Kinder und Jugendliche umfasse, sondern auch ältere Menschen, Flüchtlinge und im Leben Gestrandete.

Alle Drei Spendenempfänger dankten den Mitgliedern des Ordens und ihrem Präsidenten Kudis, der auch Hilfe anbot, wenn diese außerhalb des Spendenbereichs gebraucht würde: „Das, was Sie Gutes tun, ist es wert, dass man Sie unterstützt“, so Kudis. (cli)

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