Beispielbild eines Jack-Russel-Terrier-Welpen.
Foto: Kurt Bouda / pixelio.de/ www.pixelio.de/media/341345
Betzdorf – Im Netz taucht ein Video auf. Darauf zu sehen: Ein 20-jähriger Mann, der einen Hundewelpen brutal schlägt und schließlich hart auf den Boden wirft. Der Hund winselt, schreit. Der Mann droht, den Hund umzubringen und dies jedem anzutun, der ihn ärgere und provoziere.
Der Mann schickte das Video an seine Ex-Freundin, die sich damit an die Polizei wandte. Diese ermittelt nun gegen den Tierquäler.
Der Hund wurde dem Mann weggenommen, ein Tierhalteverbot wurde ausgesprochen. Zudem wurden weitere Strafverfahren gegen den Mann eingeleitet.
Nach Medienberichten war der Welpe schwer verletzt, hatte eine Gehirnerschütterung, Prellungen und einen ausgeschlagenen Zahn. Er wurde einer Tierschützer-Familie übergeben – dort lebt der kleine Jack-Russel-Terrier jetzt.
Shitstorm überall
Die Tat sorgte für einen Strum der Entrüstung , der sich schnell innerhalb und außerhalb des Netzes verbreitete. Die Polizei berichtet von einer Flut von E-Mails und Anrufen – und Drohungen, bis hin zum Aufruf zur Lynchjustiz, was eine Straftat darstellt.
Wer das Video online gestellt hat, ist nicht bekannt. Die Polizei fürchtet nun um die Sicherheit des Mannes, der einige Tage in einer psychiatrischen Klinik verbracht hat. Zwar ist das Video auf YouTube nicht mehr zu finden, aber es reicht die Kenntnis des Namens, um es weiter abrufen zu können. Auch die Adresse des Mannes taucht im Rahmen einer solchen Suche auf.
Auf Facebook fordern nun Nutzer harte Strafen für den Tierquäler, Petitionen sind entstanden. So heißt es zum Beispiel auf einer online-Petition an die Staatsanwaltschaft Koblenz : „Hiermit wird die zuständige Staatsanwaltschaft aufgefordert, **** (Name von der Redaktion entfernt) aus Betzdorf, für seine Straftat von brutaler Tierquälerei hart zu verurteilen.“
Die Polizei in Koblenz und Betzdorf bittet die Bürger derweil um ein „besonnenes Verhalten“. Insbesondere gelte es zu bedenken, dass im Bereich Betzdorf namensgleiche Personen wohnen, die mit dem Vorfall nichts zu tun haben: „Inzwischen wurden Aufforderungen veröffentlicht, die strafrechtlich zu bewerten sind und ebenfalls von der Polizei konsequent verfolgt werden, genau so wie jede – wie auch immer geartete – Aktion gegen Personen oder Sachen“, heißt es vom Polizeipräsidium Koblenz. (cli)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Neuleiningen- Im Ortskern von Neuleiningen werden seit geraumer Zeit verletzte und tote Tauben gefunden. Sie alle wiesen Schussverletzungen auf, die von einer ...
Esthal – Mehrere Anrufer meldeten der Polizei einen verdächtigen Mann, der in Esthal unterwegs sei. Bereits am Vortag sei die gleiche Person ...
Washington – Die USA wollen in der Abgasaffäre bei Volkswagen weiter hart durchgreifen: Die US-Justiz hat laut eines Berichts von „Süddeutscher Zeitung“, ...
Bellheim – Am 26. Februar wurde ein 33-Jähriger Mann wegen des Verdachts auf Totschlag in die Forensik des Pfalzklinikums Klingenmünster eingewiesen. Der ...
RLP – Online Strafanzeige erstatten – das können Bürger in Rheinland-Pfalz seit dem 6. Dezember 2018. An diesem Tag ist die Onlinewache ...
Laumersheim – Die Freundin eines 27-jährigen Mannes teilte der Polizei mit, dass ihr Freund von einem freilaufenden Hund grundlos angegriffen und gebissen ...
Die Möglichkeit, bei Online-Spielen Gewinne zu erzielen, motiviert viele Spieler zur Anmeldung in einem Online Casino. Grundsätzlich steht bei den virtuellen Spielen ...
Altdorf – Im Rahmen von polizeilichen Ermittlungen hetzte am Montagabend ein 70-jähriger Mann seinen Hund auf die eingesetzten Polizeibeamten. Da der Hund ...
Speyer – Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 wird erstmals auch im südlichen Rheinland-Pfalz das Bildungsangebot „Abitur-online“ angeboten. Das Bildungsministerium in Mainz gab ...












