
Symbolbild: Pfalz-Express
In Bad Bergzabern ist eine neue Rettungswache und eine Halle für den Katastrophenschutz notwendig. Das hat der Kreisausschuss Südliche Weinstraße festgestellt und die Verwaltung beauftragt, die dafür notwendigen nächsten Schritte zu gehen.
Der Neubau soll auf einem Grundstück am Ortseingang der Stadt Bad Bergzabern, in der Landauer Straße 40, errichtet werden. Die Grundstücksfläche umfasst circa 3700 Quadratmeter. Kauf des Grundstücks, Abriss des Bestands und Neubau der Rettungswache werden voraussichtlich 3,2 Millionen Euro kosten.
Diese Kosten für die Rettungswache werden unter allen Gebietskörperschaften, die zum Rettungsbereich Landau gehören – von Germersheim bis Zweibrücken –, nach Einwohnerzahl aufgeteilt. Auf den Landkreis SÜW entfallen rund 778.000 Euro, was etwa 24,3 Prozent entspricht. Beim Land soll ein Förderantrag gestellt werden.
„Ersatzneubauten werden in der Regel nicht gefördert. Wir möchten trotzdem einen Antrag stellen, da sich durch den Bau an einem neuen Standort in Bad Bergzabern Fahrzeiten des Rettungsdienstes weiter optimieren. Mit dem neuen Standort geht also eine verbesserte rettungsdienstliche Versorgung einher“, erklärt Landrat Dietmar Seefeldt und zeigt auf, dass der geplante Bau in seiner Bedeutung deutlich über einen klassischen Ersatzbau hinausgeht.
Die Rettungswache in Bad Bergzabern, die in einem Nebengebäude des Klinikums Landau-Südliche Weinstraße untergebracht ist, entspricht nicht mehr den gesetzlichen Normen und Anforderungen an den Betrieb einer Rettungswache.
Für Katastrophenfälle gerüstet
„Für die ebenfalls auf dem Gelände geplante Unterkunft für den Katastrophenschutz läuft gerade eine Machbarkeitsstudie“, berichtet Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jens Thiele. Bis zu 1,2 Millionen Euro sind für eine solche Halle im Bedarfs- und Entwicklungsplan Katastrophenschutz 2023-2033 des Landkreises vorgesehen.
Die Halle soll Stellplätze, Sanitärräume und einen Unterrichtsraum umfassen. In der Unterkunft sollen voraussichtlich unter anderem Fahrzeuge des medizinischen Katastrophenschutzes und der Wasserrettung stationiert werden.
Ein detailliertes Konzept soll erstellt werden, wenn die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen. Für dieses Vorhaben ist nicht mit Fördergeldern zu rechnen, da das Land keine Bauvorhaben auf Kreisebene unterstützt, die dem Katastrophenschutz dienen.
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