Dienstag, 06. Dezember 2022

Katastrophenschutz: Krisenvorbereitung unter die Lupe genommen – Neue Einheit „B-Raum Führung“

16. November 2022 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional

Besprechung im Feuerwehrhaus Hochstadt.
Foto: KV SÜW

SÜW – Im Feuerwehrhaus in Hochstadt sind die Wehrleiter und Führungskräfte des Katastrophenschutzes im Landkreis Südliche Weinstraße zusammengekommen, um sich mit Landrat Dietmar Seefeldt und dem Kreisbeigeordnetem Kurt Wagenführer zu aktuellen Themen in den Feuerwehren und im Katastrophenschutz auszutauschen.

Viel Raum nahmen die vorsorglichen Vorbereitungen auf eine Gasmangellage und den unwahrscheinlichen, aber potenziell möglichen Fall eines langanhaltenden, flächendeckenden Stromausfalls („Blackout“) ein.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der neuen Katastrophenschutzeinheit „B-Raum Führung“, die seit September für die Führung von sogenannten Bereitstellungsräumen (B-Räumen) im Landkreis und in der Stadt Landau zur Verfügung steht. Bereitstellungsräume sind Räume, in denen Kräfte und Materialien für den Einsatz vorgehalten werden.

Landrat Seefeldt betonte die Bedeutung des Katastrophenschutzes für den Landkreis: „Die Corona- Pandemie und die Flutkatastrophe letztes Jahr, aber auch die aktuellen Herausforderungen zeigen eindrücklich, wie wichtig der Katastrophenschutz für unsere Gesellschaft ist. An der Südlichen Weinstraße sind wir, auch gemeinsam mit der Stadt Landau, gut aufgestellt.“

Das jedoch dürfe darf Grund sein, sich darauf auszuruhen, so Seefeldt: „Ganz im Gegenteil, im September hat der Kreistag einstimmig den Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Katastrophenschutz für die Jahre 2023 bis 2033 verabschiedet, der zusätzliche Mittel für den Katastrophenschutz in Höhe von zwölf Millionen Euro vorsieht.“

Zur präventiven Vorbereitung auf einen möglichen „Blackout“ gehört ein kreisweites Konzept für eine redundante Notkommunikation für Feuerwehren und Rettungsdienst, ebenso wie mögliche Anlaufstellen für Bürger vorzubereiten und ausreichend Treibstoff für die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren vorzuhalten. Der Landkreis, seine Verbands- und Ortsgemeinden, Feuerwehren, Rettungsdienste, Katastrophenschutzeinheiten und weitere Akteure arbeiten dabei eng zusammen.

Jeder sollte Notvorrat zuhause haben

Der für den Katastrophenschutz zuständige Kreisbeigeordnete Wagenführer hob nochmals die Bedeutung der Selbstfürsorge hervor: „Unser Katastrophenschutz ist sehr gut aufgestellt. Aber im Falle eines Stromausfalls können wir nicht jede Bürgerin und jeden Bürger mit Alltagsmaterialien versorgen – was auch nicht Aufgabe des Katastrophenschutzes ist. Umso wichtiger ist es, dass sich jeder einen Notvorrat für sieben bis zehn Tage anlegt, der neben Trinkwasser und Lebensmitteln auch wichtige Medikamente, Kerzen und ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio umfasst.“

Weitere Informationen zum Thema gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: www.bbk.bund.de

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