Berlin – Deutschlands ranghöchster Nato-General, Hans-Lothar Domröse, kritisiert die aktuelle „Resolute Support“-Mission in Afghanistan und fordert eine Korrektur der bisherigen Strategie.
In einem Interview mit „Bild“ sagte Domröse, die Unterstützung des Westens sei 2015 zu schwach gewesen. Die Afghanen seien noch nicht weit genug, um das Land alleine zu verteidigen.
„Das müssen wir dieses Jahr korrigieren. Deswegen arbeiten wir gerade an neuen Strategien für 2016. Wir müssen die Afghanen noch eine gewisse Zeit unterstützen“, sagte der General. Er forderte die Mission „train, assist, advise“ umzugestalten und die Unterstützung (assist) auszubauen.
„Wir müssen unsere Trainings-Missionen erweitern. Bislang trainiert die Nato die Afghanen nur in den Kasernen. Das reicht nicht. Raus aus dem Hörsaal rein ins Gelände“, sagte Domröse. Die afghanischen Truppen müssten in die Einsätze begleitet werden. (dts Nachrichtenagentur)

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