Karlsruhe. Als „ersten Aufschlag“ bezeichnete Verbandsdirektor Gerd Hager den Vorschlag des Ministeriums für Ländlichen Raum zur Gebietskulisse für den Nationalpark Schwarzwald.
Das Ministerium hat das Gebiet Ruhestein und Hoher Ochsenkopf nebst Ergänzungen aus den Wäldern von Forbach, Bühl und Baden-Baden in das künftige Nationalparkgebiet mit einbezogen.
Dagegen wurde der naturschutzfachlich besonders wertvolle Prüfraum Kaltenbronn nicht berücksichtigt.
Diese vorläufige Festlegung wirft einige Fragen auf. Zum einen: fehlt den im Norden an den Hohen Ochsenkopf anschließenden Flächen eine gewisse Tiefe und damit die im Nationalpark-Gutachten besonders hervorgehobene „kompakte Einheit“ im Sinne eines „Zwiebelmodells“.
Zum anderen grenzen an diese Gebietsteile die beiden Bereiche Herrenwies und Mehliskopf mit ihren intensiven touristischen Nutzungen und Freizeitangeboten an. Darüber hinaus ist im Osten anschließend das Pumpspeicherkraftwerk Forbach geplant. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob nicht eine bessere Verbindung zwischen den beiden weiterhin isoliert liegenden Teilen hergestellt werden kann.
Die Diskussion über die Gebietskulisse ist damit eröffnet, das Ministerium hat den notwendigen ersten Vorschlag auf den Tisch gelegt. „Nun wird es darauf an-kommen, einen intensiven sachlichen Dialog zu führen und dann eine optimale, dauerhaft tragfähige Lösung zu finden“ so Gerd Hager abschließend. (red)
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