Freitag, 18. Oktober 2019

Moscheebau in Germersheim: Am Samstag Demonstrationen von Gegnern und Befürwortern

30. September 2016 | 2 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional
So soll die neue Moschee in der Hans-Sachs-Straße aussehen. Foto: über DITIB Germersheim (Türkisch Islamischer Kulturverein e.V.)

So soll die neue Moschee in der Hans-Sachs-Straße aussehen.
Foto: über DITIB Germersheim (Türkisch Islamischer Kulturverein e.V.)

Germersheim: Am Samstag setzt der Islamische Kulturverein Ditib Germersheim den Spatenstich für die geplante Moschee.

Im Vorfeld gab es viel Wirbel, unter anderem hatten die Fraktionen CDU, FWG, FDP und Republikanern des Germersheimer Stadtrats um eine Aussetzung gebeten.

In der seit 40 Jahren bestehenden Ditib-Gemeinde will man aber endlich das alte Gebäude durch ein neueres und moderneres Gemeindezentrum ersetzen und möchte nicht mehr warten (mehr Informationen dazu gibt es hier).

Der Spatenstich hat indes Moscheebau-Gegner auf den Plan gerufen.

Am Königsplatz ruft die Interessengemeinschaft „GER sagt Nein zum Ditib Moscheeneubau“ um 11 Uhr zu einer Kundgebung auf und hat dazu rund 4.000 Flyer in der Stadt verteilt. Es seien „eben nicht alle mit dieser einschneidenden optischen Veränderung des Stadtbilds als ein Wahrzeichen am Kreisel einverstanden“, so ein Sprecher.

Angeschlossen hat sich auch die AfD Germersheim. Als Redner kommt Joachim Paul, der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz, zum Königsplatz.

Eine Gegenkundgebung hat die PARTEI Germersheim angekündigt. Die befürwortet zwar den Moscheebau, hätte aber gerne, dass die Verknüpfung des Moscheenverbands Ditib von der türkischen Religionsbehörde gelöst wird.

Die Kundgebung findet am Samstag, 1. Oktober, von 11 bis 13 Uhr auf dem Königsplatz in Germersheim statt.

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2 Kommentare auf "Moscheebau in Germersheim: Am Samstag Demonstrationen von Gegnern und Befürwortern"

  1. Erhard Keller sagt:

    *** Wir haben nichts mit Politik am Hut ***

    Der Türkisch islamische Kulturverein e.V. in Germersheim wird ja nicht müde, immer wieder zu behaupten, Politik sei in der Moschee oder der Gemeinde kein großes Thema.

    Im heutigen Stadtanzeiger Germersheim kann man dann unter „Vereinsnachrichten“ bei der DITIB Germersheim lesen, daß zum „Spatenstich“ (wobei man ja längst eifrig am Baggern ist und meterhohe Sandwälle an den Grundstücksgrenzen aufgehäuft hat) am 01.10.2016 unter anderem der Türkischen Generalkonsul(at), und der Religionsattache der Türkischen Republik geladen sind. Was haben politische Beamten eines fremden Staates beim „Spatenstich“ eines „Gotteshauses“ angeblich integrationswilliger und längst heimisch gewordener Mitbürger zu suchen? Das Ganze klingt eher nach der Einweihung eines türkisch-islamischen Vorpostens.

    Aber nein, politisch ist DITIB wirklich nicht!

    Der Islam gehört niemals zu Deutschland.
    DITIB verfassungrechtlich überprüfen!
    Burka-Verbot sofort!
    AfD wählen.
    Logo.

  2. Erhard Keller sagt:

    *** Wir haben nichts mit Politik am Hut – Fortsetzung ***

    Welchen Namen trägt eigentlich die aktuelle DITIB-Moschee in Germersheim? Die Moschee einer angeblich friedfertigen, unpolitischen und gut integrierten türkisch-islamischen Gemeinde auf deutschem Boden? Ein heute in der Rheinpfalz veröffentlichter Leserbrief bietet dazu interessante Fakten:

    Die Moschee trägt den Namen des türkischen Feldmarschalls Fevzi Çakmak.

    Dieser kämpfte in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts unter anderem gegen Serben und Albaner auf dem Balkan, gegen die Italiener, in der Schlacht von Gallipoli, in Syrien und in Palästina gegen die Alliierten, an der Kaukasusfront gegen die Russen und später in Anatolien im Griechisch-Türkischen Krieg gegen die Griechen.

    Nach seiner Pensionierung gründete er 1948 die „Millet Partisi“.

    Hierzu findet man bei Wikipedia Folgendes: „Die Millet Partisi wurde am 19. Juli 1948 von Fevzi Çakmak als Abspaltung des rechten Flügels der Demokratischen Partei (DP) gegründet (…). Auch andere rechtsextreme bis nationalkonservative Politiker gründeten die MP mit, welche „das spätere Sprungbrett für Alparslan Türkeş, jahrzehntelanger Führer der Ultranationalisten,“ wurde. (…) Die MP war bis 1954 aktiv; in diesem Jahr wurde sie wegen anti-laizistischen „Umtrieben“ von der damaligen DP-Regierung unter Adnan Menderes verboten.

    Das ist also Vorbild und Namensgeber für die alte DITIB-Moschee in Germersheim? Man darf gespannt sein, welchen Namen der neue Bau tragen wird.

    https://www.facebook.com/afd.kv.germersheim/posts/1292586940761829?notif_t=notify_me_page&notif_id=1475088861624602

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