
Oberbürgermeister Hirsch und Bürgermeister Ingenthron: „Das Modellprojekt wird ein Erfolg.“
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Landau. Um die acht Stadtdörfer Landaus zu stärken, weiterzuentwickeln und zu profilieren wird die Stadtverwaltung am Modellprojekt „Kommune der Zukunft“, das vom Land Rheinland-Pfalz gefördert wird, teilnehmen.
Dabei handelt es sich um einen intensiven Bürgerbeteiligungs- und Aktivierungsprozess, in dessen Rahmen die Stärken und Schwächen des jeweiligen Stadtdorfes sowie passgenaue Leitlinien, Ziele, Lösungsansätze und konkrete Maßnahmen herausgearbeitet werden sollen.
„Das Land hat erkannt, dass die aktuellen Förderprogramme für die Ortsteile kreisfreier Städte nicht greifen und auf unser Bestreben hin Landau nun als Modell ausgewählt“, so Oberbürgermeister Thomas Hirsch.
Dabei machte er deutlich, dass die Erkenntnisse aus diesem Prozess in Landau beispielgebend für andere Städte in Rheinland-Pfalz sein werden. „Wir werden diesen Prozess bewusst dezernatsübergreifend angehen“, so Hirsch der erläuterte, dass monatlich ein Jour-Fixe Stadtentwicklung tagt, mit den Fachleuten aus allen Dezernaten.
Bürgermeister Maximilian Ingenthron begrüßt ebenfalls den dezernatsübergreifenden Weg. „Die gemeinsamen Schritte sind Erfolgsvoraussetzung für eine gedeihliche Entwicklung der Stadt und ihrer Ortsteile“, so Ingenthron.
Der Prozess sei deshalb so wichtig, so Ingenthron weiter, weil circa ein Drittel der Bevölkerung in den Stadtdörfern lebt und diese Ortschaften in die Zukunft gerichtet weiter attraktiv sein müssen. „Je attraktiver die Ortsteile, desto attraktiver die Stadt insgesamt“, führte der Bürgermeister aus.
Ziel des Modellprojektes ist es, im Rahmen eines moderierten dialogorientierten Prozesses, der für alle acht Stadtdörfer gleichzeitig durchgeführt wird, vorhandene Stärken und Schwächen des jeweiligen Dorfs mit den dort lebenden Menschen herauszuarbeiten sowie passgenaue Leitlinien, Ziele, Lösungsansätze und konkrete Maßnahmen für das jeweilige Dorf zu entwickeln.
Auf dieser Basis wiederum gilt es, Maßnahmen und Projekte umzusetzen. Damit sollen sich die Stadtdörfer individuell für die sich abzeichnenden, vielschichtigen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft gut aufstellen.
Damit dieser Prozess auch zu einem Erfolg wird, braucht es das richtige Instrument, das in einem langfristig angelegten Moderationsprozess alle Aspekte des Lebens in jedem Ortsteil berücksichtigt. Deshalb ist die Einführung einer Stelle des „Dorfentwicklungspartners“ geplant. „Wir haben die Stelle bewusst als `Partner` bezeichnet, da die Menschen vor Ort im Mittelpunkt stehen sollen“, so Hirsch und Ingenthron. Die Stelle soll im Bauamt angesiedelt werden.
Der Prozess ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Innenministerium gefördert. Insgesamt sind 500.000 Euro für das Projekt als Budget eingeplant. Davon übernimmt das Land 75 Prozent, der Stadt bleibt somit ein Eigenanteil von 125.000 Euro.
Dieser Eigenanteil soll wiederum durch den Wertsteigerungsaugleich der Baulandstrategie finanziert werden. „Das Geld aus den Ortsteilen fließt wieder zurück. Es werden damit also keine Haushaltslöcher gestopft sondern kommt direkt den Stadtdörfern zugute“, erläuterte Bürgermeister Ingenthron.
Oberbürgermeister und Bürgermeister sind sich einig, dass dieser Prozess eine große Chance für Landau und seine Ortsteile ist und sind sich sicher: „Der Prozess soll unsere Stadtdörfer zukunftsfähig machen. Diese Chance müssen wir ergreifen!“ (stadt-landau)

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