
Foto: dts Nachrichtenagentur
Die USA und Großbritannien haben am Donnerstag gemeinsam mit mehreren Verbündeten Ziele der Huthi-Rebellen im Jemen angegriffen.
Sie wollten damit die Angriffe der Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer stoppen. Die Huthi hatten in den letzten Wochen mehrfach Raketen und Drohnen auf Schiffe abgefeuert, darunter auch US-amerikanische und britische Schiffe. Die Angriffe wurden von der internationalen Gemeinschaft verurteilt und als Bedrohung für den Welthandel und die Sicherheit der Seeleute angesehen.
Die USA und Großbritannien beriefen sich auf ihr Recht auf Selbstverteidigung, das in der Charta der Vereinten Nationen verankert ist. Sie führten mit Unterstützung der Niederlande, Kanadas, Bahrains und Australiens präzise Schläge gegen eine Reihe von Zielen in von den Huthi kontrollierten Gebieten im Jemen durch. Sie beabsichtigten damit, die Fähigkeiten der Rebellen, den Seeverkehr im Roten Meer zu stören, zu schwächen.
Die USA und Großbritannien betonten, dass sie sich für die Freiheit der Schifffahrt, den Welthandel und das Leben der Seeleute einsetzen würden. Sie forderten die Huthi auf, die Angriffe im Roten Meer sofort zu beenden. Sie warnten, dass sie weiterhin Menschenleben verteidigen und den freien Verkehr von Waren auf einem der wichtigsten Seewege der Welt schützen würden. Sie erklärten auch, dass sie sich weiterhin für eine friedliche Lösung des Konflikts im Jemen einsetzen würden.
Die Militäraktion folgte einer gemeinsamen Erklärung der Regierungen der Vereinigten Staaten, Australiens, Bahrains, Dänemarks, Deutschlands, Kanadas, der Niederlande, Neuseelands, der Republik Korea, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten. In dieser Erklärung hatten die zwölf Länder die Angriffe der Huthi auf Handelsschiffe im Roten Meer verurteilt und ein sofortiges Ende gefordert. Sie hatten auch gedroht, böswillige Akteure zur Rechenschaft zu ziehen, sollten sie weiterhin Menschenleben, die Weltwirtschaft und den freien Verkehr von Waren auf den zentralen Seewegen der Region bedrohen.
Masala fürchtet Ausweitung des Nahostkonflikts
Der Militärexperte Carlo Masala warnt nach den US-Angriffen vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. „Es ist in der Tat eine Ausweitung des Konfliktes“, sagte er am Freitag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Ich glaube aber nicht, dass sie die Huthis zum Einlenken bewegt.“
Masala hob hervor, dass es nun vor allem auf den Iran ankomme. „Die entscheidende Frage wird sein, wie sich der Iran zu diesen Anschlägen positioniert“, sagte Masala über die Angriffe, die eine internationale Allianz in der Nacht zu Freitag geflogen hatte. „Sollte Teheran seine Aktivitäten im Roten Meer weiter aufrechterhalten, dann werden dies auch die Huthis tun.“
Der Politikwissenschaftler warnt: „Wir stehen hier vor einer möglichen größeren regionalen Ausweitung des Krieges zwischen Israel und der Hamas.“ (cli/red/dts Nachrichtenagentur)

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