Freitag 17.Juli 2026

Mehr als 700 Kilometer für den guten Zweck: Spendenlauf des TuS Maikammer

18. Juni 2025 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße

Bei hohen Temperaturen wurden Runden für den guten Zweck erlaufen.
Foto: TuS Maikammer

Maikammer. Trotz brütender Hitze von bis zu 35 Grad im Schatten, von dem es aber im Maikammerer Stadion gar keinen gab, starteten 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 25. Benefizlauf des TuS Maikammer die Rundenjagd auf dem 400 Meter Tartan-Oval.

Am Ende legten Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer insgesamt 1773 Runden zurück, also genau 709,2 Kilometer für den guten Zweck zurück.

Alle Starterinnen und Starter bekamen wieder am Ende jeder absolvierten Runde eine Wäscheklammer ans Trikot gesteckt, sodass genau ermittelt werden konnte wie viele Runden jeder und jede zurückgelegt hat. Da gibt es keine Mauscheleien!

Für diese tolle Veranstaltung bedarf er es natürlich auch immer vieler helfender Hände. Zum ersten Mal waren diesmal Alexandra und Sabine dabei, die für das Anstecken der Wäscheklammern verantwortlich zeichneten. Sie trotzten der Hitze und bewunderten alle Läuferinnen und Läufer ob deren Tapferkeit und Durchhaltevermögen. „Das hat wirklich ganz viel Spaß gemacht. Toll was die Leute geleistet haben“, waren die beiden Damen begeistert.

Bereits zum 25. Mal hatte das Benefizteam des TuS Maikammer diese immer wieder beeindruckende Veranstaltung organisiert. Der Erlös geht in diesem Jahr an die Palliativpatienten des christlichen Krankenhauses Mercy Medical Center (MMC) in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh. Hier wird Menschen geholfen, die sich die kostenintensive Behandlung nur bedingt oder oft sogar gar nicht leisten können.

Dort vor Ort wirkt im Freiwilligendienst des MMC auch immer mal wieder Inge Matthes von der Erlebt-Gemeinde in Neustadt. Johannes, der sich am Lauf beteiligte, hat sie dort schon zwei Mal besucht und sprach in einer Laufpause über sein Erlebtes im MMC, besonders über die Tatsache, dass es dort keine Aufzüge gibt.

„Das hat einen recht pragmatischen Grund. Das Haus wurde von Amerikanern gebaut und soll dann irgendwann in die Hände der Einheimischen übergehen. Bei diesen aber hatte man die Befürchtung, dass die Aufzüge ja kaputt gehen könnten und dann wäre wohl niemand in der Lage, sie zu reparieren. So baute man Rampen um das Haus, über die die drei Stockwerke gut zu erreichen sind.“

Es war bei dem auf vier Stunden angesetzten Lauf, bei dem man zu jeder Zeit ein-, aber auch wieder aussteigen konnte, zwar die Disziplin zu bewundern mit der alle ihre Runden drehten, doch blieben alle auch sehr auf ihre Gesundheit bedacht und beendeten den Lauf sicherheitshalber etwas früher als vielleicht ursprünglich gedacht, um nicht doch noch Opfer der Hitze zu werden, und einen Schwächeanfall oder Hitzeschlag zu erleiden.

Neben Läuferinnen und Läufern, Geherinnen und Gehern sowie Joggerinnen und Joggern waren auch einige Nordic-Walkerinnen mit dabei. Sie seien eigentlich jedes Mal mit dabei, erklärten die drei Damen, die sich zwischendurch eine kleine Dusche und ein kühles Getränk gönnten. Dies war geradezu unerlässlich bei diesen Witterungsbedingungen. Gerade die mobile Dusche, die ja ansonsten nicht Teil des Stadioninnenbereichs ist, erfreute sich größter Beliebtheit.

Auch in diesem Jahr war wieder eine Gruppe der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt mit dabei. Wunderbar, wie diese Menschen, trotz ihrer körperlichen und auch mitunter auch geistigen Beeinträchtigungen, mit viel Spaß und Enthusiasmus mit dabei sind, bestens unterstützt von ihren Therapeuten und Helfern.

Die Kinder, von denen in den letzten Jahren auch immer welche, sogar schon im Alter von zwei oder drei Jahren, mit dabei waren, hatten es, von wenigen Ausnahmen abgesehen, vorgezogen lieber das kühle Nass in den Becken des Kaltmitbades zu genießen, als das heiße Tartan der Bahn unter den Füßen zu spüren.

Wurde in der Vergangenheit mehr gelaufen als dieses Mal, und das Kuchenangebot erst nach Abschluss des Laufens von den Teilnehmern intensiver genutzt, kam es diesmal zu einem Wechselspiel. Die abwechselnden Intervalle „Laufen – Kuchen essen – Laufen“, wurden immer interessanter und könnten sich als Trainingsform vielleicht auch in anderen Sportarten durchsetzen.

Doch der Kuchen wurde nicht nur von den Läuferinnen im Stadion und den Zuschauern gerne genommen, auch die Besucher des Kalmitbades waren eingeladen, einen Abstecher ins Stadion zu machen und sich die Backköstlichkeiten zu gönnen. Dies taten sie mit Begeisterung, was wiederum Viola Kirschke-Deck, eine der treibenden Kräfte in der Organisation des Benefizlaufes, sehr freute.

Von den 1600 Losen der Tombola blieb keines übrig!

Daniel Herty aus Maikammer, seines Zeichens Winzer und von daher mit allen Unbilden des Wetters vertraut, zeigte sich als echter „Pälzer Hartriechel“ und umrundete die Bahn sage und schreibe 102 Mal, was 40,8 Kilometern entsprach, womit er nur 1.395 Meter unter der Marke lag, welche Marathonläufer bewältigen, nämlich genau 42,195 Kilometer.

Ob der Bedingungen eine sehr beeindruckende Leistung. Beate Reeb aus Hambach lag in der Damenwertung mit 55 Runden, entsprechend 22 Kilometern, ganz vorne. 2022 hatte sie sage und schreibe 85 mal 400-Meter-Bahn umrundet, und lief dabei genau 34 Kilometer. Die Familienwertung wurde von den Decks mit 128 Runden angeführt, gefolgt von den Mondellas mit 114 Umrundungen.

Gabriele Flach beteiligte sich ebenfalls am Spenden-Lauf.
Foto: TuS Maikammer

Einmal mehr war auch die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Maikammer, Gabriele Flach, mit dabei, die sich 16 Runden, also 6,4 Kilometer lang, über die Tartanbahn kämpfte. Sie war total begeistert was das Orgateam erneut auf die Beine gestellt hatte. „Das ist wirklich außergewöhnlich und nur mit ganz viel ehrenamtlichem Engagement machbar, was man nicht genug loben kann!“

Ein besonderes Highlight des Nachmittages war zum einen kambodschanischer Tanz in landestypischen Tracht und und zum anderen die selbst gemachten Spezialitäten von Familie Onn, die aus Kambodscha stammt und schon viele Jahre in Maikammer lebt.

Der zu erwartende Spendenbetrag wird sich auf 7000 Euro, vielleicht aber auch auf 7.500 Euro belaufen. Es können aber noch jederzeit Spenden getätigt werden, wobei die Spender wissen, dass es Hilfe ist, die zu 100 Prozent ankommt, so die Verantwortlichen des TuS Maikammer. (Heinz Lambert, Burrweiler)

Spendenkonto

VR Bank Südpfalz, Kennwort: TUS Maikammer-Benefiz, IBAN DE23 5486 2500 0005 3012 46

 

 

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