Samstag, 24. Februar 2024

Martin Brandl will neuer Landrat im Kreis Germersheim werden – Kandidatur angekündigt

26. September 2023 | Kategorie: Allgemein, Kreis Germersheim, Politik regional, Regional

Martin Brandl wirft seinen Hut in den Ring.
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express

Der CDU-Landtagsabgeordnete aus Rülzheim, Martin Brandl, hat auf Pfalz-Express-Nachfrage seine Kandidatur für das Amt des Landrats im Kreis Germersheim bekannt gegeben.

Er reagiert damit auf die Ankündigung des amtierenden Landrats Dr. Fritz Brechtel, der nach 23 Jahren im Amt Ende November 2024 aufhören will. Brechtel hatte am Tag zuvor in der Kreistagssitzung erklärt, dass er aus Altersgründen ohnehin nicht mehr erneut kandidieren könne und dass er sein Amt einige Monate früher abgeben wolle, um die Neuwahl mit den Kommunalwahlen am 9. Juni 2024 zu verbinden. Damit wolle er den Bürgern einen zusätzlichen Urnengang ersparen.

Brandl will frischen Wind bringen

Brandl betonte, dass er sich für seine Heimat und die Menschen in der Südpfalz einsetzen und etwas bewegen und verbessern wolle. Für ihn sei das Amt des Landrats ein Traumjob, für den er viel Leidenschaft mitbringe. Brandl würdigte die Arbeit von Brechtel, mit dem er gut und freundschaftlich zusammenarbeite. Gleichzeitig machte der CDU-Politiker deutlich, dass er aus einer jüngeren Generation komme und andere Schwerpunkte und Arbeitsweisen habe.

“Ich sehe unseren Landkreis Germersheim an einem Punkt angelangt, an dem er eine Zäsur braucht, einen neuen Aufbruch. Ein ‘weiter so’ wird es nicht geben können und mit mir als Landrat nicht geben”, so Brandl im Gespräch mit dem Pfalz-Express.

Brandl ist 42 Jahre alt, wurde im Landkreis geboren und ist dort aufgewachsen. Er hat in der elterlichen Bäckerei in Rülzheim mitgearbeitet, BWL studiert und war acht Jahre bei einem internationalen Industrieunternehmen tätig. Der Vater von drei Kindern lebt weiterhin in Rülzheim.

Seit 2009 ist er Landtagsabgeordneter und seit 2016 parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion. Durch seine bisherige Arbeit bringe er die notwendige Erfahrung, aber auch die Außensicht mit, um Politik und Verwaltung im Landkreis neu zu denken und zu verändern, so Brandl.

„Spannungsfelder ehrlich ansprechen“

Für den Landkreis sieht Brandl die Notwendigkeit, einen neuen Aufbruch zu anzugehen. Mit frischer Energie und Elan wolle er den Landkreis in die Zukunft führen. Denn in einer sich immer schneller verändernden Welt müsse sich der Landkreis anpassen. “Was in den letzten Jahrzehnten erfolgreich war, funktioniert in sich immer schneller wandelnden Transformationsprozessen in der Zukunft vielleicht nicht mehr.“

Bezahlbarer Wohnraum ist eines der zentralen Themen auf Brandls Agenda und ein wichtiges Anliegen für die Menschen im Kreis, steht jedoch oft in Konflikt mit dem Schutz von Natur und Umwelt, der ebenfalls eine hohe Priorität hat. Das müsse man, ehrlich ansprechen, sagte Brandl dem PEX. Es handle sich um ein Spannungsfeld, das ein neues Denken erfordere.

Ähnlich verhalte es sich mit dem Auto, das im ländlichen Raum nun einmal Mobilitätsträger Nummer 1 sei. „Hoffentlich bald klimaneutral“, sagte Brandl. Umso wichtiger sei bis dahin die Erhaltung einer guten Infrastruktur.

Weitere Kandidaten für die Position des Landrats sind derzeit noch nicht bekannt. Der Erste Beigeordnete des Landkreises, Christoph Buttweiler, will nicht kandidieren. Der Jurist möchte gerne als Stellvertreter des Landrats vor allem in seinem Dezernat im Sozial-/Jugend- und Schulamt seine Tätigkeit fortsetzen. (cli)

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