Berlin – Der Anteil der Asylanträge von Flüchtlingen ungeklärter Herkunft hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen.
Im Juli vorigen Jahres waren es nur 705 Personen, im November aber bereits 1618 und im Dezember schon 3349 Anträge.
Sie stellten damit nach Informationen der „Welt am Sonntag“ im vergangenen Monat die größte Gruppe nach Syrern, Irakern und Afghanen.
Besonders die Zahl der kurdischen Asylbewerber in Deutschland stieg stark an. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte“: „Mit dem starken Anstieg der Asylsuchenden aus der Krisenregion Syrien und Irak hat die Zahl der Kurden aus diesen Gebieten ebenfalls extrem zugenommen.“
Den Angaben zufolge stellen die Kurden die Hauptgruppe derjenigen, die in der Asylstatistik in die Rubrik der ungeklärten Staatsangehörigkeit fallen. „Sofern sie keine Pässe haben, muss festgestellt werden, ob sie aus Syrien, dem Irak, der Türkei oder dem Iran stammen“, erklärte der Ministeriumssprecher.
Angesichts der weiterhin hohen Flüchtlingszahl forderte der Sprecher der unionsgeführten Innenministerien eine Reduzierung: „Es ist, als ob Mekka in Deutschland wäre. So kann das nicht weitergehen“, sagte Lorenz Caffier (CDU), Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern dazu.
„Selbst Minusgrade haben keinen spürbaren Effekt. Die Flüchtlingssaison kennt offenbar keine Jahreszeiten.“ Er warnte vor „erheblichen Problemen und Spannungen“ bei einem Zuzug in der Größenordnung von 2015. „Wir werden es sicher nicht schaffen, nochmal so viele Flüchtlinge aufzunehmen wie im letzten Jahr.“ (dts Nachrichtenagentur)

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