Samstag, 11. Juli 2020

Lindner und Koczy: Grenzen des Wachstums ernst nehmen – Plünderung des Planeten verhindern

6. Juni 2013 | 1 Kommentare | Kategorie: Politik, Politik regional

Bundestagsabgeordneter aus Landau: Dr. Tobias Lindner (Grüne). Foto: red

Zur Vorstellung des neuen Berichts an den Club of Rome „Der geplünderte Planet, Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen“ von Ugo Bardi, gaben Ute Koczy, Sprecherin für Entwicklungspolitik, und Dr. Tobias Lindner, Sprecher für Wirtschaftspolitik (beide Güne) , eine Erklärung ab. 

In der Rohstoffpolitik muss endlich umgesteuert werden. Der Club of Rome warnt vor einem Zusammenbruch des Ökosystems. Die Zeiten billiger und leicht zugänglicher Rohstoffe sind unwiederbringlich vorbei. Rohstoffe zu fördern wird immer schwieriger, riskanter, teurer und verbraucht immer mehr Energie. Die Auswirkungen für Umwelt, Klima und Menschen in den rohstoffreichen Ländern des globalen Südens sind katastrophal.

 

Die Herausforderung ist riesig und verlangt eine neue und innovative Rohstoffpolitik. Stattdessen setzt die Bundesregierung kurzsichtig auf „business as usual“. Mit ihren nationalen Alleingängen, die den Wettlauf um Rohstoffe anheizen, unambitionierten Recyclingzielen und halbherzigen Anstrengungen für mehr Ressourceneffizienz ist Schwarz-Gelb in der Rohstoffpolitik auf dem falschen Kurs.

 

Grüne Rohstoffpolitik steht dagegen für eine umfassende Innovationsstrategie. Wir wollen den Rohstoffverbrauch vom wirtschaftlichen Wachstum entkoppeln und setzen auf verstärktes Recycling, ressourceneffiziente Produktion, Substitution, faire Verteilung von Ressourcen und auf nachhaltige Entwicklungschancen für rohstoffreiche Entwicklungsländer. (red)

 

 

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Ein Kommentar auf "Lindner und Koczy: Grenzen des Wachstums ernst nehmen – Plünderung des Planeten verhindern"

  1. Maltegrün sagt:

    Es ist nun wirklich mal an der Zeit für eine vernünftige Rohstoffpolitik im Sinne der Umwelt und Ressourcensicherung. Was ist denn daran so schwer zu verstehen? Beim Design und der Herstellung von Produkten sollte zum Beispiel die Recyclingfähigkeit dringend berücksichtigt werden. Ladekabel für Handys sollten schon seit Jahren einheitlich sein. Die Regierung muss die Lage endlich Ernst nehmen und Richtlinien erarbeiten. Der Verband Deutscher Metallhändler (VDM) hatte im letzten Jahr ein Eckpunktepapier für eine zukunftsfähige Rohstoffstrategie entwickelt. Wo stehen wir heute, muss das Ökosystem wirklich erst zusammenbrechen?
    (Link entfernt laut AGB. Der Link verweist auf die Seite recyclingnews.info, Unterkategorie Ressourcensicherung. Anm.d.Red)

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