Dienstag 13.Oktober 2026

Lesung mit Heike Eberle in der VHS: „Türen öffnen Räume“

22. November 2025 | Kategorie: Allgemein, Bücher, Landau, Ratgeber

Heike Eberle (Mitte), Sigrid Gensheimer (r.) und Laura Hess bei der Buchpräsentation.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landau. „Entdeckungsreise – Türen öffnen – Räume entdecken!“ Die Volkshochschule Landau lud am 20. November in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Landau zur Lesung mit Heike Eberle ein.

Bundestagsabgeordneter Dr. Gebhart, der sich aufgrund anderer Verpflichtungen entschuldigen ließ, zeigte sich in einem schriftlichen Grußwort sehr beeindruckt, wie sich die Autorin und Geschäftsführerin Heike Eberle „in einer Männerdomäne durchgesetzt“ habe und jetzt im Buch zeige, dass es sich lohne, „neue Wege einzuschlagen“.

Heike Eberle ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Landauer Bauunternehmung Eberle Bau. Es sei dies ein Familienbetrieb, der, so Gebhart, prägend für die Wirtschaftsregion sei.

„Wir haben nicht oft Lesungen in der Volkshochschule“, sagte Sigrid Gensheimer, Leiterin der VHS Landau, die zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten Laura Hess und anderen Gästen die Lesung aufmerksam verfolgte. Umso mehr freue sie sich deshalb, die Zuhörer zu einer außergewöhnlichen literarischen Entdeckungsreise begrüßen zu können.

Von der Angestellten zur Arbeitnehmerin: Diese Reise Heike Eberles war sicherlich nicht nur sehr anstrengend, sie erforderte Kraft und wie auch das Buchschreiben selbst, eine Menge Disziplin. Der Titel „Türen öffnen Räume“ stand bei der Autorin schon von Anfang an fest. Türen und Fenster sind ja im Baugewerbe nichts Ungewöhnliches – der Titel steht allerdings in diesem Fall nicht nur für verschiedene Wohnkonzepte, sondern bietet auch eine spirituelle Weiterbetrachtung innerer Räume und Befindlichkeiten.

Das Buch ist eine Schatzkiste voller Weisheit, die zeigt, wie man die verborgenen Energien in seinem Zuhause erkennt, harmonisiert und für ein erfüllteres Leben nutzt.

Begrüßung…

Frauen fehlt oft das Selbstbewusstsein um sich in einer Männerdomäne durchzusetzen, weiß Eberle aus eigener Erfahrung. „Ich möchte Frauen ermutigen, ihren Weg zu gehen und auch weibliche Qualitäten in die Männerwelt einzubringen.“ Das Bauhandwerk liegt ihr am Herzen, der Fachkräftemangel hat auch vor ihrer Tür nicht haltgemacht. „Wärme und Wertschätzung sich gegenseitig entgegen zu bringen, gute Energien weiter zu geben: Das ist mir sehr wichtig!“

Ein besonderer Aspekt, den Heike Eberle in ihrem Buch sehr einfühlsam und praxisnah verknüpft, ist die Integration von klassischem Feng-Shui in moderne Bau- und Wohnkonzepte – und das aus der Perspektive einer Unternehmerin, die täglich mit handwerklicher Realität zu tun hat.

Eberle zeigt dabei keine esoterische Spielerei, sondern ein tiefes Verständnis für die uralte chinesische Lehre, die sie geschickt mit westlichem Baukönnen und psychologischen Erkenntnissen verbindet. Sie erklärt anschaulich, wie die Platzierung von Türen, Fenstern und Möbeln, die Wahl von Materialien und Farben sowie der gezielte Einsatz von Licht und Luftströmungen das Chi (die Lebensenergie) im Haus lenken können.

Dabei bleibt sie stets bodenständig: Als Bauunternehmerin weiß sie genau, was baurechtlich und handwerklich machbar ist, und übersetzt Feng-Shui-Regeln so, dass sie auch bei Sanierungen oder Neubauten im deutschen Kontext umsetzbar bleiben.

…und konzentriertes Lesen der Autorin.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Besonders beeindruckend ist ihre Betrachtung der „inneren Räume“. Eberle macht deutlich, dass ein harmonisch gestaltetes Zuhause nicht nur die äußere Energie balanciert, sondern auch auf die seelische Verfassung der Bewohner wirkt.

Sie beschreibt etwa, wie ein zu eng geschnittener Flur Ängste verstärken oder wie ein richtig positionierter Arbeitsplatz Kreativität und Konzentration fördern kann. Dabei verknüpft sie Feng-Shui-Elemente (die fünf Wandlungsphasen, das Bagua, Yin-und-Yang-Prinzipien) mit ganz konkreten Beispielen aus ihrer eigenen Baupraxis und mit Erkenntnissen aus der modernen Psychologie – etwa zur Wirkung von Farben auf das Stresslevel oder zur Bedeutung von Ordnung für mentale Klarheit.

Ihr Ansatz ist dabei erfrischend undogmatisch: Eberle betont immer wieder, dass Feng-Shui kein starres Regelkorsett sein muss, sondern eine sensible Wahrnehmungshilfe, um Räume so zu gestalten, dass sie die Menschen stärken statt einengen.

Genau diese Verbindung von 5000 Jahre altem Handwerk, 3000 Jahre altem Feng-Shui und zeitgemäßer weiblicher Intuition macht das Buch zu einem wertvollen Begleiter – nicht nur für Frauen im Bauhandwerk, sondern für alle, die ihr Zuhause bewusst als Kraftort erleben möchten.

Nach der Buchvorstellung mit Lesung entwickelte sich noch eine angeregte Frage-und Diskussionsrunde.

Gefördert wurde die Veranstaltung vom Land Rheinland-Pfalz – Maßnahme zur Gleichstellung von Frau und Mann.

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