Dienstag, 24. November 2020

Landkreis Germersheim: 45 Prozent sind Mitglieder in Sportvereinen – Alois Herrmann weiter Sportkreis-Vorsitzender

26. Mai 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Sport Regional
Sportkreisvorsitzender Alois Herrmann (li.) und Sportabzeichen-Beauftragter Volker Schlellenberger.  Foto: pfalz-express.de/Licht

Sportkreisvorsitzender Alois Herrmann (li.) und Sportabzeichen-Beauftragter Volker Schlellenberger.
Foto: pfalz-express.de/Licht

Kreis Germersheim – Der Landkreis Germersheim verzeichnet zum Jahresbeginn 2016 mit 202 gemeldeten Sportvereinen den bisher höchsten Stand.

Das ist der zweite Platz innerhalb der Sport- und Stadtkreise in der Pfalz.

Die 202 Vereine haben 55 929 Mitglieder, was gegenüber 2012 eine Zunahme von 2.000 Mitgliedern bedeutet. Das wiederum heißt, dass 45,46 Prozent aller Bürger des Landkreises in einem Sportverein sind – ein absolutes Spitzenergebnis im Sportbund Pfalz.

Nach den Mitgliederzahlen liegt damit der Kreis Germersheim auf Platz 1 und im Verhältnis zur Wohnbevölkerung auf Platz 2 hinter dem Stadtkreis Kaiserslautern.

Diese rasante Mitgliederentwicklung konnte der alte und neue Sportkreisvorsitzende Alois Herrmann in seinem Rechenschaftsbericht über die letzten vier Jahre bei der Sportkreistagung des Landkreises Germersheim in Jockgrim vor fast 100 stimmberechtigten Vereinsvertretern vortragen.  Die Tagung findet alle vier Jahre statt.

Herrmann wurde einstimmig mit allen 93 Stimmen wiedergewählt. Er ist seit sechs Wahlperioden (1992) in dieser Funktion und war vorher (seit 1988) stellvertretender Vorsitzender.

Als seine Stellvertreterinnen wurden  ebenso einstimmig  Erika Fleck aus Leimersheim – seit 1995 im Amt – und Claudia Deubig (ebenfalls Leimersheim) als Sportkreisjugendleiter (seit 2012) wieder gewählt. „Ich habe viel Freude an diesem Amt“ meint der inzwischen 70-jährige Herrmann, „aber in vier Jahren ist Schluss – da hoffe ich auf einen jüngeren Nachfolger.“

In seinen weiteren Ausführungen erwähnte er, dass im Landkreis mit Ausnahme von Vollmersweiler in jeder Gemeinde mindestens ein und oftmals mehrere Sportvereine aktiv sind. Dabei befinden sich zwei Vereine aus dem Kreis unter den zehn mitgliederstärksten im Sportbund Pfalz: Platz vier belegt die SG Stern Wörth/Germersheim mit 3 127 und Platz neun der TV Rheinzabern mit 2 086 Mitgliedern.

Zudem gab Herrmann einen Einblick in die Verteilung von Fördermitteln nach dem Goldenen Plan, wo zuletzt die Ortsgemeinde Bellheim mit Zuschüssen zum Kunstrasenplatz und zum Schwimmpark sowie die Stadt Wörth auch zum Kunstrasenplatz zum Zuge kamen.

Finanzielle Förderungen erhielten auch 19 Maßnahmen der Sportvereine aus dem Sonderprogramm des Landes in Höhe von 208 500 Euro in den letzten vier Jahren für Baumaßnahmen.

Außerdem flossen für 24 Maßnahmen 32 350 Euro an Fördergeldern des Sportbundes Pfalz in den Landkreis. Auch 13 Anträge für die Anschaffung von Pflegegeräten wurden vom Sportbund unterstützt.

In den Jahren 2014 und 2015 hat der Sportbund Pfalz  zusätzlich die Anstrengungen der Vereine belohnt, die ihr Gelände attraktiv gestaltet haben. Diesen Anerkennungspreis erhielten SV Hatzenbühl und SV Erlenbach.

Dank sprach Herrmann auch den VR-Banken für den Wettbewerb „Sterne des Sports“ und der Sparkasse Germersheim/Kandel für das Sponsoring des Sportabzeichenwettbewerbs aus. Dadurch seien erhebliche finanzielle Mittel in die Vereine geflossen.

Darauf verwies auch Landrat Dr.Fritz Brechtel bei seinem Grußwort. Er konnte vermelden, dass „sein“ Landkreis ein  sportlicher  sei, der 2015 erstmals mit über 3 400 Sportabzeichen die 3000-er –Grenze überschritten habe und damit an der Spitze des Sportbundes  Pfalz liege.

Die Sportvereine bezeichnete er auch als Partner der Schulen. Sie müssten die Vorarbeit für die Schulen leisten. „Ich  zolle den Vereinen meinen Respekt. Sport macht Spaß und ist gesund“ meinte er.

Für den Sportbund Pfalz hatte dessen Vizepräsident Walter Benz die Mitglieder des Landtages Barbara Schleicher-Rothmund und Martin Brandl, die Vertreter der Sparkasse Germersheim/Kandel (Direktor Thomas Csauth und Jochen Butz), der VR Bank Südpfalz (Regionaldirektor Christian Bauchhens) sowie den Beauftragten des Sportabzeichens Volker Schellenberger begrüßt.

Er wies besonders auf das Sportmuseum in Hauenstein hin, das der Sportbund Pfalz seit fünf Jahren unterhält und das einen Besuch durch die Vereine wert sei.

Als Gastgeber hatte Christian Lorenz von der TSG Jockgrim die Gäste begrüßt und ihre Abteilungen Fußball, Turnen, Basketball und Leichtathletik vorgestellt und natürlich  das große Stabhochsprungmeeting herausgehoben.

In einem Film über den Sportbund wurden dessen Aufgaben und Angebote an Aus- und Weiterbildung für 2 100 Vereine aufgezeigt, ehe Bernd Simonis in seinem Referat „Mit einem Bein im Gefängnis? – Haftungsrisiken für Vorstandsmitglieder“ die Vereinsvertreter aufklärte. Sie sollten „keine einsamen Entscheidungen treffen“, sondern in ihren Gremien gemeinsam miteinander reden und Beschlüsse fassen.

Zudem seien Beratungen durch einen Steuerberater  ebenso ratsam wie Kurse beim Sportbund, damit keine persönliche Haftung erfolgen könne.

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