
Schon seit 2007 ergreift der Zoo Landau verschiedene Maßnahmen zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Foto: zoo-landau
Landau. Im Rahmen der Gewährung von Bundeszuwendungen durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit für Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen erhält der Landauer Zoo einen Zuschuss von knapp 21.000 Euro.
In Abstimmung mit dem Projektträger Jülich (PTJ) – Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ) und fachlich unterstützt durch das Gebäudemanagement Landau (GML) soll in den kommenden Monaten ein Klimaschutzteilkonzept in Hinblick auf einen CO2-neutraleren Zoo Landau erarbeitet werden.
Der Zoo Landau hat sich bereits 2007 das Ziel gesetzt, dass die gesamte Liegenschaft in Bezug auf den Energiebedarf und der benötigten Rohstoffe nachhaltig und bilanziell CO2-neutral betrieben werden kann. „Ziel des Klimaschutzteilkonzeptes ist, anschließend weitere Maßnahmen zu ergreifen, wie man diesem Vorhaben möglichst nahe kommt“ sagt Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Hierzu gilt es die Verbraucher und Gebäude und deren technische Anlagen, die Verteilungen und Erzeugungsanlagen sowie die Energieflüsse aufzunehmen und zu bewerten, damit diese optimiert werden können.
Wichtig für ein notwendiges Gesamtkonzept und für die Einbindung von Erneuerbaren Energien ist es, dass die weitläufigen Verteileinrichtungen und die vielen kleineren Gebäude als eine Einheit innerhalb des Zoos betrachtet werden. Die Optimierung und Untersuchung dieser Verteileinrichtungen sowie die Optimierung der vielen Kleinverbraucher muss in die Analysen mit einbezogen werden. Die Verteileinrichtungen sind die Grundlage zur optimalen Einbindung erneuerbarer Energien sowie der Kraftwärmekopplung.
Unter anderem sollen die folgenden Gebäude bewertet werden: Verwaltungsgebäude, Wirtschaftsgebäude (Futterküche), Zooschule, Affenhaus mit Aquarien und Terrarien (größter Verbraucher), Vogelhalle, Raubtierhaus, Watussistall & Wildschweinstall sowie sonstige kleine Gebäude mit Elektroheizung.
Zudem soll für die oben genannten Gebäude und für deren technische Versorgung (Verteilnetze und Erzeugungsanlagen) ein Konzept erstellt werden, wie sämtliche Gebäude, auch die kleineren, bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und evtl. einem Anteil aus KWK versorgt werden können.
In der Untersuchung zum Einsatz erneuerbarer Energien sollen insbesondere die Möglichkeiten zur Erweiterung von Fotovoltaik, die dezentrale Nutzung von Biomasse neben dem Nahwärmeverbund, der Einsatz eines BHKWs sowie der Einsatz von Speichertechnologien für die kleineren Elektroverbraucher geprüft werden. Dazu wird ein regionales Ingenieurbüro mit der Erhebung und Beratung betraut. (zoo-landau)

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