Sonntag, 20. Oktober 2019

Landau: Verein „Schüler für Tiere“ übergibt fast 2.000 Briefe gegen Ponyreitenan Stadt

29. September 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Landau
Sabine Luppert, Vorsitzende des Vereins "Schüler für Tiere", übergibt Laudaus OB Thomas Hirsch die Protestbriefe im Rathaus.

Sabine Luppert, Vorsitzende des Vereins „Schüler für Tiere“, übergibt Laudaus OB Thomas Hirsch die Protestbriefe im Rathaus.

Landau/Kandel – Der Verein „Schüler für Tiere“ aus Kandel hat 1765 Briefe und 180 E-Mails erhalten, in denen sich Bürger gegen die Ponyreitbahn auf dem Landauer Herbstmarkt aussprechen.

Das teilte der stellvertretende Vorsitzende Andreas Richter mit.

Die Briefe übergab die Vorsitzende Sabine Luppert am Donnerstag im Rathaus an Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU).

Knapp 2000 Bürger und Besucher des Landauer Markts hielten die Ponyreitbahn für Tierquälerei, sagte Luppert. Es sei nicht mehr „zeitgemäß, Tiere als Maschinen stundenlang im Kreis laufen zu lassen.“

Die Stadt versichert hingegen, dass die Tiere kontrolliert werden, gut untergebracht seien und das Tierschutzgesetz in allen Punkten eingehalten werde.

Das will Sabine Luppert so nicht stehen lassen: Der Amtsveterinär wäre lediglich ein Mal vor Ort. Ein „OK“ vom Veterinäramt schütze die Ponys nicht vor Leid, denn die Bewertungsgrundlage seien veraltete Leitlinien des Bundeslandwirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2001.

Demzufolge werde den Ponys nur alle vier Stunden eine kurze Pause zugestanden. Luppert: „Den Veterinärbehörden ist es auch gar nicht möglich, die Pausenzeiten für die Ponys zu überprüfen, weil dies die Anwesenheit eines Amtstierarztes von mindestens vier Stunden voraussetzen würde.“

Kein Veterinäramt habe ausreichend Kapazität, um solch zeitaufwändigen Kontrollen zu leisten. Daher seien die Tiere selbst in den dürftigen Pausen dem „guten Willen der Schausteller schutzlos ausgeliefert.“

Auch nach den Zirkusrichtlinien des BMELV sollten Karussellpferde nach einer halben Stunde die Richtung wechseln, so Luppert. Nach höchstens vier Stunden unter dem Sattel müssten die Tiere mindestens eine Stunde abgesattelt und abgetrenst Futter und Wasser aufnehmen können. Deshalb sprächen sich immer mehr Amtstierärzte, Tierärzte und Experten gegen die „monotonen Ponykarussells“ aus.

Sabine Luppert zitiert in einer schriftlichen Mitteilung verschiedene Tierärzte, die den Ponykarussells Verhaltenswidrigkeit und den Tieren physisches und psychisches Leid attestieren. Durch eine einseitige Kreisbewegung komme es trotz Pausen im Lauf der Zeit zu Schäden im Bewegungsapparat. (red)

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