Sonntag, 20. Oktober 2019

Kuwait Airways lässt Israeli nicht mitfliegen: Auswärtiges Amt will mit Kuwait reden

17. November 2017 | 5 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik
Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Das Auswärtige Amt will mit Kuwait die Nichtbeförderung eines israelischen Staatsbürgers durch die Fluggesellschaft Kuwait Airways erörtern.

Das Landgericht Frankfurt hatte die Klage eines israelischen Staatsbürgers wegen Diskriminierung zurückgewiesen. Er hatte sich an das Gericht gewandt, weil die Fluggesellschaft Kuwait Airways sein über das Internet gebuchtes Ticket für einen Flug von Frankfurt nach Bangkok stornierte, nachdem sie erfahren hatte, dass der Kunde Israeli ist.

Die Fluggesellschaft verwies auf kuwaitische Gesetze, die einen Vertragsabschluss mit israelischen Staatsbürgern verbieten. Das Angebot einer Umbuchung auf eine andere Fluggesellschaft bei voller Kostenübernahme lehnte der Mann ab und wandte sich wegen Diskriminierung an das Landgericht.

„Wir haben den Botschafter in Kuwait inzwischen gebeten, diese Frage mit den zuständigen kuwaitischen Stellen aufzunehmen“, sagte Staatsminister Michael Roth (SPD).

Das Verbot der Fluggesellschaft gehe auf ein seit 1964 bestehendes kuwaitisches Gesetz zurück. „Dennoch ist mir unverständlich, wenn im heutigen Deutschland ein Passagier allein aufgrund seiner Nationalität ein Flugzeug nicht besteigen kann.“

(dts Nachrichtenagentur/red)

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5 Kommentare auf "Kuwait Airways lässt Israeli nicht mitfliegen: Auswärtiges Amt will mit Kuwait reden"

  1. Johannes Zwerrfel sagt:

    Eigentlich wäre die Lösung dass die islamische Kuwait Airlines den Betrieb in Deutschland einstellen musste wenn Sie nicht konform mit den Deutschen Gesetzen agieren will. Ein klares Beispiel wie das Verhältnis Israel und die Länder in Mittlere Osten miteinander nicht können oder wollen.

    Wir haben die letzten Jahren eine große islamische Menschenmenge aus dem Mittleren Osten aufgenommen es wird spannend zu sehen welche innerdeutsche Konflikte sich daraus anbahnen.

  2. Johannes Zwerrfel sagt:

    Die Frage ist doch, ob ein halbwegs zivilisiertes Land einem Scharia-Flieger überhaupt eine Landeerlaubnis erteilen sollte.

  3. Danny G. sagt:

    Unglaublich ! Ein „demokratisches“ Landgericht in Deutschland.
    Wie früher.. der deutsche Staat selektiert Menschen jüdischen Glaubens .. wehret den Anfängen und erkennt was hier momentan passiert!!!!
    Antisemitismus von deutscher Staatsgewalt ausgehend.
    Die faschistische Gefahr kommt nicht von „rechts“ sondern sie tarnt sich als Demokratie und verbrüdert sich mit arabisch, muslimischer Intoleranz.

    In den USA wurde die Airline gezwungen Juden zu fliegen oder nicht mehr in den USA zu landen.
    Jetzt fliegen sie nicht mehr in die USA.

  4. Uffbasse sagt:

    Versteh ich das richtig.
    Die kuwaitische Fluggesellschaft setzt kuwaitisches Recht auf deutschem Boden um und ein deutsches Gericht auf deutschen Boden bestätigt, das quasi alles rechtens ist?
    Kann mich mal jemand kräftig am Ohr zwiscken ob ich festellen kann, dass ich noch bin!?

  5. Matze sagt:

    Heute die Juden und morgen der Rest der Ungläubigen?! Hoffentlich geht die Aktion kräftig nach hinten los und Kuwait Airways fliegt zukünftig nur noch Datteln und Feigen durch die Gegend.

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