
Der Fusionsvertrag wird geschlossen.
Foto: red
Kaiserslautern. Der Zweckverband der Kreissparkasse und die Stadt Kaiserslautern haben heute (25. September) einen Vereinigungsvertrag unterzeichnet.
Damit geht die Stadtsparkasse zum Jahreswechsel rechtlich in der Kreissparkasse Kaiserslautern auf. Ab 2021 firmiert das regionale Bankinstitut unter der Bezeichnung Sparkasse Kaiserslautern.
Mit gut fünf Milliarden Euro Bilanzsumme wird die neue Sparkasse Kaiserslautern dann eine der größten Sparkassen in Rheinland-Pfalz sein. Die Aufsichts- und Dienstleistungs-direktion Süd (ADD) hatte zuvor ihr Einverständnis zu einer Gewerbesteuerzerle-gung erklärt, was von Seiten des Landkreises als Bedingung für eine Fusion angesehen wurde.
Zweckverbands- und Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse, Landrat Ralf Leßmeister, wertete diese Vereinbarung als einen „Akt von historischer Tragweite“, der die Zukunftsfähigkeit unserer Sparkasse sichern wird und wünschte dem nun deutlich größeren und wirtschaftlich konkurrenzfähigeren Haus eine „prosperierende Zukunft“.
Der Verwaltungsratsvorsitzende der Stadtsparkasse, Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel, sagte, es sei eine „tiefgreifende Veränderung“ für Stadt und Kreis, der Zusammenschluss sei sinnvoll und richtig.
Die Stadt tritt dem bestehenden Zweckverband bei, der 2006 aufgrund der damaligen Fusion der Kreissparkasse mit der Stadtsparkasse Landstuhl gegründet worden war.
Den Vorsitz sowohl im Zweckverband als auch im Verwaltungsrat der jetzt neuen Sparkasse Kaiserslautern hat Landrat Ralf Leßmeister inne, Stellvertreter sind Lauterns Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel und Landstuhls Stadtbürgermeister Ralf Hersina.
Den Vorstand der fusionierten Sparkasse, gebildet durch den Vorstandsvorsitzenden Kai Landes und Vorstandsmitglied Hartmut Rohden, komplettiert ab 2021 Uli Starck, bisher Vorstand der Stadtsparkasse. Der derzeitige Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse, Karl-Heinz Dielmann, geht zum Jahresende in den Ruhestand.
Zwar werde man ab dem kommenden Jahr rechtlich ein Haus sein, sagte Vorstandsvorsitzender Kai Landes, jedoch liege noch einige Arbeit und Herausforderungen vor einem. Zum einen müssen nun alle weiteren Genehmigungen eingeholt werden, wie beispielsweise jene der Aufsichtsbehörden, der Landesministerien und des Bundeskartellamtes.
Zum anderen werde sich die organisatorische und technische Zusammenlegung voraussichtlich bis Herbst nächsten Jahres hinziehen. Besonderes Augenmerk werde dabei auf ein gutes Zusammenwachsen der beiden Häuser gelegt.
Der Sitz des Instituts bleibt in Kaiserslautern. Betriebsbedingte Kündigungen aufgrund der Fusion werde es nicht geben, bekräftigt Landes. Denn das erwartete Kundengeschäftsvolumen von rund 8,7 Milliarden Euro müsse auch weiterhin von kompetenten Mitarbeitern betreut werden können.
Ein Effekt der Verschmelzung beider Häuser dürften auch Kosteneinsparungen sein, die damit die Ertragskraft verbessern. Das wiederum kommt der Westpfalz zugute, denn die Region profitiert durch Ausschüttungen der Sparkasse in Form von Stiftungsgeldern, Spenden und Sponsoring. (red)

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