Dienstag, 20. August 2019

Kreis Germersheim will Forderungen beim Flüchtlingsgipfel in Mainz vorbringen

13. Januar 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Der Erste Kreisbeigeordnete Dietmar Seefeldt vertritt den Kreis Germersheim in Mainz beim Flüchtlingsgipfel.
Foto: red

Kreis Germersheim – Die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen stellt den Landkreis Germersheim vor große finanzielle und organisatorische Herausforderungen.

„Um auf die Probleme aufmerksam zu machen und unseren Forderungen gegenüber dem Land Nachdruck zu verleihen, nimmt der Kreis Germersheim `1. Flüchtlingsgipfel Rheinland-Pfalz´ teil“, erklärt Landrat Dr. Fritz Brechtel. Eingeladen dazu hat die Landes-CDU.

Auch im Namen von Landrat Brechtel wird der Erste Kreisbeigeordnete, Dietmar Seefeldt, in den Landtag nach Mainz fahren.

Die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge sei von allen Seiten groß, so Seefeldt: „Der Kreis und die Kommunen heißen die Menschen willkommen und möchten ihre Aufgaben gut erfüllen. Doch dafür benötigen wir auch die entsprechende finanzielle Ausstattung. Die Pauschalen, die wir vom Land für diese Arbeit erhalten, decken die anfallenden Kosten bei weitem nicht.“

Im Landkreis Germersheim leben derzeit 425 Asylbewerber. Im letzten Jahr wurden dem Kreis etwa 340 Flüchtlinge zugewiesen, in diesem Jahr werden es ähnlich viele Personen sein.

Der Zuschussbedarf im Landkreis Germersheim allein für `Hilfen für Asylbewerber´ liege in diesem Jahr voraussichtlich bei rund 1,3 Millionen Euro, so Brechtel und Seefeldt. im Jahr 2014 waren es bereits 830.000 Euro.

Man sehe ganz klar das Land Rheinland-Pfalz in der Pflicht, die Kommunen auch finanziell entsprechend auszustatten und mit den Fragen und Herausforderungen, die das Thema Flüchtlinge mit sich bringen, nicht alleine zu lassen.

Eine höhere Erstattungsregelung für die Unterbringungskosten sei dringend erforderlich, die Jahrespauschale in Höhe von 6.024 Euro pro Unterbringungsplatz ist völlig unzureichend: „Bayern beispielsweise erstattet seinen Kommunen die kompletten Ausgaben für die Flüchtlingsunterbringung.“ (red)

 

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