Kiew – Die ukrainischen Streitkräfte haben den für Montag geplanten Abzug schwerer Waffen von der Front im Osten des Landes ausgesetzt.
„Solange der Beschuss ukrainischer Stellungen fortgesetzt wird, ist es unmöglich, über einen Rückzug zu sprechen“, teilte ein Militärsprecher mit. Der Abzug werde erst beginnen, wenn die Separatisten ihre Angriffe vollständig einstellen würden und die Waffen einen Tag lang geruht hätten.
Die Separatisten warfen ihrerseits dem ukrainischen Militär vor, gegen die seit gut einer Woche geltende Waffenruhe zu verstoßen, und wiesen die Vorwürfe aus Kiew zurück. Die Separatisten reagierten nur auf „Provokationen“, sagte Separatisten-Sprecher Eduard Bassurin in Donezk.
Kiew und die Separatisten hatten am Wochenende einen Punkt des Minsker Friedensabkommens umgesetzt und tauschten über 190 Gefangene aus. Der Austausch habe in der Region Luhansk stattgefunden, hieß es. Der Minsker Friedensplan sieht zudem die Einricht ung einer Pufferzone sowie eine Waffenruhe vor.
Die Feuerpause, die vor knapp einer Woche in Kraft getreten war, wurde jedoch immer wieder gebrochen. Die Kämpfe konzentrierten sich zuletzt vor allem auf den Bahnknotenpunkt Debalzewe, der am vergangenen Mittwoch von den Separatisten erobert wurde. (dts Nachrichtenagentur)

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