Sonntag, 25. Oktober 2020

Kein Parteiausschlussverfahren gegen AfD-Landeschef Höcke

23. Januar 2017 | 1 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik
 Björn Höcke wird nicht aus der Partei ausgeschlossen. Foto: dts Nachrichtenagentur

Björn Höcke wird nicht aus der Partei ausgeschlossen.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Bundesvorstand der AfD hat nach einem Bericht von WDR, NDR und der „Süddeutschen Zeitung“ gegen ein Parteiausschlussverfahren des Thüringer Landeschefs Björn Höcke gestimmt. Das berichtet die ARD.

Demzufolge sollen aber Ordnungsmaßnahmen gegen den umstrittenen AfD-Politiker geprüft werden. Die Parteivorsitzende Frauke Petry hatte nach einer Rede Höckes in Dresden in der vergangenen Woche erklärt, Höcke sei eine „Belastung für die Partei“.

Der AfD-Politiker hatte unter anderem gesagt: „Wir Deutschen sind das einzige Volk, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

Diese und weitere Aussagen lösten eine politische Debatte inklusive Forderungen nach einem Parteiausschluss Höckes aus.

Die Parteien in Deutschland sind dazu verpflichtet Ordnungsmaßnahmen und Gründe für sogenannte Parteistrafen zu regeln. Wie diese Maßnahmen aussehen, regeln die Parteien individuell. (dts Nachrichtenagentur)

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Ein Kommentar auf "Kein Parteiausschlussverfahren gegen AfD-Landeschef Höcke"

  1. Odradek sagt:

    Ein Parteiausschlussverfahren wäre von der AFD eine große Dummheit gewesen und ist überhaupt nicht gerechtfertigt. Warum?
    Die Empörungs-Journallie hierzulande hat in ihrem Nazi-Gegeifer nämlich übersehen, dass der Satz, den Höcker bei seiner Rede in Dresden gesagt hat und den PEX oben zitiert

    „Wir Deutschen sind das einzige Volk, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

    ursprünglich überhaupt nicht von Höcke stammt, sondern vom Kunsthistoriker Neil Mc Gregor, dem ehemaligen Director des British Museum. Zitiert wird die Passage – oh Wunder – ausgerechnet auf der Website der Bundesregierung in der Rede der Kulturstaatsministerin Grütters, die sie im September 2016 auf einer Podiumsdiskussion zur „Denkmalkultur in Deutschland“ hielt. Zitat:

    „Neil MacGregor hat anhand dieses Beispiels auf eine Besonderheit deutscher Denkmalkultur aufmerksam gemacht. Er kenne, schrieb er im Buch zu seiner Ausstellung „Deutschland. Erinnerungen einer Nation“, er kenne „kein anderes Land, das in der Mitte seiner Hauptstadt ein Mahnmal der eigenen Schande errichtet hätte.“

    https://m.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2016/09/2016-09-06-gruetters-denkmalkultur.html

    Napoleon schrieb einst über die Deutschen:

    „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

    Wie wahr!

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